Hund wechselt ständig Liegeplatz | 10 Gründe [2021]


Wenn sich Hunde unruhig verhalten und ständig den Liegeplatz wechseln, dann kann das auf überschüssige Energie, Bauchschmerzen sowie zu hohe oder zu niedrige Temperaturen hinweisen. Bei alten Hunden kommt auch Arthritis, Alzheimer und Angst infrage.

Bei jungen Welpen ist dieses unruhige Verhalten dagegen in aller Regel völlig normal. Denn sie müssen erst lernen, dass sie nachts auch durchschlafen können – genauso wie Babys.

Dann lass uns nun die 10 häufigsten Ursachen gemeinsam durchgehen.

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#1 Überschüssige Energie

Ständiges Wechseln des Schlafplatzes kann ein Anzeichen auf Langeweile sein. Vor allem dann, wenn dein Hund nur aus Langeweile schläft, aber in Wirklichkeit gar nicht müde ist. 

Bei tendenziell aktiveren Rassen kann es auch ein Anzeichen für mangelnde körperliche und geistige Beschäftigung sein. Am häufigsten ist das bei Jagd- und Schäferhunden der Fall.

Während sich einige Schoßhunde mit bereits 15 Minuten Auslauf zufriedengeben, benötigen andere Rassen davon täglich bis zu 1,5 Stunden. Und ein müder Hund ist ein ruhiger Hund.

Die nächtliche Unruhe kann aber auch durch ungeeignete Lebensbedingungen wie beispielsweise eine zu kleine Wohnung verursacht werden. [1]

Hund am Schlafen

In all diesen Fällen können die folgenden Maßnahmen eine Abhilfe schaffen:

  • Gehe länger mit deinem Hund Gassi
  • Lege dir Wurfspiele zu, um deinen Hund auszupowern
  • Fördere deinen Hund mit Intelligenz-Spielzeugen
  • Besorge jede Menge Kauspielzeuge

Mein persönlicher Favorit? Ein Kauknochen aus Kaffeeholz (Amazon). Dieser sorgt für ein wochenlanges Kauvergnügen und das völlig splitterfrei.

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Wenn sich Hunde unruhig verhalten und sehr häufig ihren Liegeplatz wechseln, dann können Langeweile sowie überschüssige Energie dahinterstecken. In diesem Fall sollte für mehr körperliche und mentale Beschäftigung gesorgt werden.

#2 Hitze & Kälte

Das ständige hin und her Wälzen kann auch durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen ausgelöst werden. Die Felllänge ist hierfür meist ausschlaggebend:

Sollte Hitze hinter dem unruhigen Verhalten stecken, dann äußert sich das meist in folgenden Verhaltensweisen:

  • Schlafplatz-Wechsel vom Körbchen auf den kalten Fliesenboden
  • Starkes Hecheln oder Sabbern
  • Schlafposition auf dem Rücken
  • Erhöhter Puls [2]

In diesem Fall kann eine solche selbstkühlende Hundematte von Amazon helfen. Damit wird es deinem Hund selbst im Hochsommer nicht zu warm.

Sollten zu kalte Temperaturen die Ursache für den ständigen Wechsel des Liegeplatzes sein, dann erkennst du das meist an den folgenden Symptomen:

  • Hund sucht Körperkontakt
  • Stark eingerollte Schlafposition
  • Spürbares Zittern

Hier helfen ein kuschliges Hundebett, eine Decke sowie ein Hundepullover. Frierende Hunde freuen sich zudem umso mehr über eine warme Kuscheleinheit.

Ein häufiger Wechsel des Liegeplatzes kann ein Anzeichen auf zu warme oder zu kalte Temperaturen sein. Durch kühlende oder wärmende Hilfsmittel kann hier die nächtliche Unruhe relativ einfach gelöst werden.

#3 Magen-Darm-Beschwerden

Hunde versuchen aus evolutionären Gründen Schmerzen so gut es geht zu verbergen. Denn ein wehleidig schauender Wolf wäre die perfekte Beute für andere Raubtiere.

Darüber hinaus werden schwache und kranke Wölfe von ihrem Rudel häufig abgestoßen. Denn ein Rudel ist immer nur so stark wie das schwächste Glied.

Aus diesen Gründen versuchen sich Hunde bis heute noch bei Schmerzen völlig normal zu verhalten. Selbst dann, wenn sie starke Bauchschmerzen haben.

Hund in Schlafposition

Typische weitere Symptome sind hier:

  • Blähungen
  • Unruhiges Umherlaufen
  • Eingezogene Rute
  • Häufiges Wechseln des Schlafplatzes
  • Durchfall [3]

Bei einem von 167 Hunden kommt es Statistiken zufolge auch zu einer sogenannten “Magendrehung”. Dabei dreht sich der Maden des Hundes um die Längsachse. [4]

Bei den ersten Anzeichen auf eine Magendrehung solltest du sofort den medizinischen Tiernotdienst aufsuchen:

  • Würgereiz ohne Erbrechen
  • Aufgeblähter Bauchraum
  • Starkes Zittern [5]

Unbehandelt verursacht eine Magendrehung starke Schmerzen und endet meist tödlich. Je früher du hier handelst, desto besser stehen die Behandlungschancen.

Alternativ kann auch ein solcher kostenloser Futtercheck helfen, um individuelle Futterempfehlungen sowie gratis Futterproben zu bekommen.

Bauchschmerzen oder eine Magendrehung können bei Hunden so schmerzhaft sein, dass sie nicht still sitzen können und ständig den Liegeplatz wechseln. Die Behandlung richtet sich hier je nach zugrundeliegender Ursache.

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#4 Stress & Angst

Unruhiges Verhalten kann auch auf starken Stress oder gar Angststörungen hinweisen. Typische Ursachen sind hier:

  • Lärm 

Bei Hunden ist die Schmerzgrenze beim Gehör bereits bei 85 Dezibel erreicht. Das ist in etwa so laut wie eine Violine. [6]

Zudem hören Hunde auch Ultraschall bis zu einer Frequenz von 45 kHz. Sie nehmen daher auch Lärm wahr, welcher für uns Menschen unhörbar ist. [7]

  • Cushing-Syndrom

Aufgrund einer Gehirnstörung produzieren betroffene Hunde zu viel Cortisol – also Stresshormone. Starke innerliche Unruhe ist hier vorprogrammiert. [8]

  • Ungünstiges Hundebett

Ein unbequemes oder zu kleines Bett kann dazu führen, dass Hunde nie eine bequeme Schlafposition finden. Zudem verursachen manche Materialien auch einen Juckreiz.

  • Starke Sehnsüchte

Ein starker Sexualtrieb, plötzlich drückender Stuhlgang, fehlende Aufmerksamkeit oder Hunger können ebenfalls für das ständige Wechseln des Schlafplatzes verantwortlich sein. [9]

  • Dominanter Nachbarshund

Hunde riechen bis zu 100.000 Mal besser als wir Menschen und können bis zu 20 Kilometer weit riechen. Der ständige Geruch des Nachbarshundes kann daher zu chronischem Stress führen. [10]

Zu den weiteren Symptomen von Stress gehören starkes Hecheln, Nervosität, Zittern sowie ein ungewöhnlich starker Haarverlust. [11]

In all diesen Fällen können folgende Maßnahmen eine Besserung erzielen:

  • Mehr Aufmerksamkeit
  • Lärmreduktion
  • Geeigneteres Hundebett
  • Lange Spaziergänge

Teilweise hilft es auch, wenn du das Körbchen dort platzierst, wo dein Hund auch tagsüber gerne schläft. Dadurch fühlt sich die Nacht heimlicher an.

Ständiges Wechseln der Schlafposition kann ein Hinweis auf Angststörungen oder chronischen Stress sein. In vielen Fällen macht es sich zudem in weiteren Symptomen bemerkbar. Aufmerksamkeit ist das beste Mittel gegen diese Art der innerlichen Unruhe.

#5 Albtraum

Hunde durchlaufen beim Schlafen die gleichen Schlafphasen wie Menschen:

  • 1) Wachphase
  • 2) REM-Phase
  • 3) Leichtschlaf-Phase
  • 4) Tiefschlaf-Phase

Und ja, Hunde haben dabei ebenfalls Träume. Genauer gesagt träumen sie größtenteils über das, was sie über den Tag erlebt haben. Also hauptsächlich Rassen-spezifisches Verhalten:

  • Jagd nach einer Katze
  • Gebell nach einem Vogel
  • Kampf mit dem Nachbarshund
  • Graben nach einer Maus [12]

Unruhiges Verhalten und ein ständiger Wechsel des Liegeplatzes können daher auch auf Albträume hinweisen.

Liegender Hund

Auch Muskelzuckungen, sich bewegende Augenlider und ein leises Bellen sind dabei völlig normal. Aufzuwecken ist hier allerdings nicht notwendig.

Im Gegenteil: Träume, egal ob guter oder schlechter Natur, helfen vergangene Situationen zu verarbeiten. Zudem reagieren viele Hunde beim Aufwecken plötzlich aggressiv.

Normale Träume sowie Albträume können dazu führen, dass der Hund während dem Schlaf sehr unruhig wird und regelmäßig den Schlafplatz wechselt. Da es sich hierbei um einen natürlichen Vorgang handelt, sind keine konkreten Maßnahmen erforderlich.

#6 Wach- & Hüteinstinkt

Einige Schäfer- und Wachhunde wurden speziell gezüchtet, um sowohl den Hof als auch die Herdentiere zu bewachen. Und das tagsüber sowie nachts.

Heißt konkret: Eine durchgängige Schlafzeit konnten sie sich schlicht nicht leisten. Sie sind daher auch im Schlaf überdurchschnittlich hellhörig und wachsam.

Selbst heute, wo das Leben deutlich sicherer ist, macht sich dieser Wach- und Hüteinstinkt bemerkbar. Was für uns wie innere Unruhe aussieht, dient also in Wirklichkeit zum Schutz.

Dazu kommt, dass Hunde sowohl 4-fach weiter in die Ferne hören als auch mehrere Kilometer weiter riechen können. Sie nehmen daher deutlich mehr von ihrer Umwelt wahr.

Der ständige Wechsel des Liegeplatzes kann deshalb ein Anzeichen dafür sein, dass dein Hund etwas in der Ferne aufgeschnappt hat.

Am häufigsten ist das bei Spürhunde-Rassen zu erkennen. Denn diese haben bis zu 60 Mal mehr Geruchsrezeptoren als wir Menschen und riechen deshalb auch kleinste Insekten. [13]

Einige Hunderassen verfügen von Natur aus über einen starken Wach- und Hüteinstinkt, welcher sie vom Tiefschlaf abhält. Dieses Rassen-spezifische Verhalten macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass Hunde oft ihren Schlafplatz wechseln.

#7 Einsamkeit

Hunde stammen ursprünglich von Wölfen ab und sind daher Rudeltiere. Jeder Hund hat demnach einen instinktiven Drang seinem “Alpha” zu gehorchen – also seinem Herrchen.

Das erklärt auch, warum Hunde immer dann schlafen gehen, wenn ihr Herrchen das tut. Insbesondere bei sehr empathischen Vierbeinern ist das der Fall.

  • Das Problem? Darf der Hund nicht im gleichen Raum wie das Herrchen schlafen, dann weiß er nicht, ob er jetzt schlafen sollte oder nicht.
  • Die Folge? Dein Hund läuft unruhig umher und wechselt dabei ständig den Liegeplatz.
  • Die Lösung? Entweder deinen Hund im selben Raum schlafen lassen oder ihn schrittweise an ein getrenntes Schlafen gewöhnen.

Gerade als Welpe ist eine enge Bindung wichtig. Sie sollten daher zu Beginn auch im Schlafzimmer des Herrchens schlafen. Ansonsten ist Unruhe vorprogrammiert. [14]

Schlafender Hund

Nach 4-6 Monaten kannst du dann schrittweise beginnen, die Distanz des Schlafplatzes immer mehr zu erweitern. Konkret könnte das so aussehen:

  • 5. Monat: Hund schläft auf dem Boden des Schlafzimmers
  • 6. Monat: Hund schläft innerhalb des Schlafzimmers vor der Türe
  • 7. Monat: Hund schläft außerhalb des Schlafzimmers vor der Türe
  • 8. Monat: Hund schläft weiter entfernt vom Schlafzimmer in der gleichen Etage
  • 9. Monat: Hund schläft in einer anderen Etage

Das Resultat? Das schrittweise Angewöhnen verhindert die Entstehung einer Trennungsangst. Der Hund fühlt sich anschließend selbst in weiter Entfernung nicht mehr einsam.

Einsamkeit und Trennungsangst sind häufige Ursachen für nächtliche Unruhe und das ständige Wechseln des Schlafplatzes. Vor allem junge Hunde sind davon betroffen. Die Lösung ist hier den Hund schrittweise an die Distanz zu gewöhnen.

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#8 Alzheimer

Bereit für ein paar ernüchternde Fakten? Jeder vierte Hund über 11 Jahren und ganze zwei von drei Hunden über 15 Jahren sollen Studien zufolge an Demenz leiden. [15]

Das unruhige Verhalten ist in diesem Fall nur ein Symptom der damit einhergehenden Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit. Weitere Anzeichen davon sind:

  • Plötzliche Sturheit
  • Ängstliches Verhalten
  • Inkontinenz
  • Ignorantes Verhalten [16]

Demente Hunde vergessen häufig, dass sie sich zu Hause befinden. Und mal ehrlich: Wie würdest du reagieren, wenn du nachts plötzlich in einem fremden Raum aufwachst?

Den Liegeplatz zu verlassen und im Raum umherwandern ist ja wohl das mindeste. Leider gilt Alzheimer bislang noch als unheilbar.

Durch kognitive Denkaufgaben kann die Ausbreitung jedoch verlangsamt werden. Dieses Intelligenz-Spielzeug von Amazon ist dafür ideal geeignet.

Denn es kombiniert eine Denkaufgabe mit einem Leckerli als Belohnung. Das erklärt auch die über 10.000 positiven Rezensionen.

Hunde mit Demenz vergessen ab einem gewissen Grad wo sie sich befinden. Als Konsequenz sind sie häufig verwirrt, ängstlich und wechseln ständig ihren Schlafplatz. Neben diesem unruhigen Verhalten reagieren sie auch zunehmend trotzig bei Kommandos.

#9 Arthritis

Arthritis bezeichnet die chronische Entzündung der Gelenke. Sowohl Menschen als auch Hunde können davon betroffen sein.

Studien zufolge sollen sogar rund 20% aller alten Hunde darunter leiden. Hier bereiten die Gelenke oft solch große Schmerzen, dass Hunde nie eine bequeme Schlafposition finden. [17]

Weitere typische Anzeichen sind hier:

  • Zunehmend steife Gangart
  • Aufstöhnen beim Aufstehen
  • Ständiger Wechsel des Liegeplatzes
  • Abneigung vor Treppen und Sprüngen
  • Schwellung der Gelenke [18]
Hund am Liegen

Arthritis gilt leider ebenfalls als unheilbar. Dafür lassen sich die damit einhergehenden Probleme super behandeln. Passende Maßnahmen sind hier:

  • Medikamente zur Schmerzlinderung
  • Spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen
  • Umstellung der Ernährung [19]

Hier solltest du dringend einen Tierarzt aufsuchen. Denn dieser kann den Grad der Ausprägung am besten einschätzen und folglich die Behandlung individuell anpassen.

Hunde mit Arthritis leiden häufig an solch starken Schmerzen, dass sie keine bequeme Schlafposition finden können. Das unruhige Verhalten sowie das ständige Wechseln des Liegeplatzes gehört hier zu den ersten Symptomen.

#10 Weitere Ursachen

In seltenen Fällen kommen auch die folgenden Ursachen infrage:

  • Läufigkeit
  • Herzprobleme
  • Eingeklemmter Nerv
  • Tumorerkrankung
  • Inkontinenz
  • Lebererkrankungen
  • Hautentzündungen
  • Parasiten
  • Nierenerkrankungen

Sollte dein Hund nachts zu laut sein und dich vom Schlafen abhalten, dann hilft auch eine Lärmschutzmatte oder ein dicker Teppich.

Diese Matten kommen meist bei lauten Waschmaschinen zum Einsatz. Die dicke Gummi-Schicht verhindert aber auch gleichzeitig allerlei Kratzgeräusche von Hunden.

Wann solltest du den Tierarzt aufsuchen?

  • Wenn es ein Dauerzustand ist
  • Wenn sich weitere krankhaften Symptomen äußern
  • Wenn dein Hund einen depressiven Eindruck macht
  • Wenn es exzessiv ist

Aber, ab wann ist von “exzessiv” die Rede?

Schau dir dafür das folgende Video an und zähle, wie oft diese zwei völlig gesunden Huskys pro Nacht ihre Schlafposition wechseln:

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.