Verstopfte Hundenase | 6 Ursachen & Lösung [2021]


Wenn die Nase von Hunden verstopft ist, dann liegt das meist an Allergien oder einer Erkältung. Unter Umständen können dafür aber auch Entzündungen, Reizkörper, das Brachycephale Syndrom sowie ein Nasentumor verantwortlich sein.

Da Hunde über weniger verbale Kommunikationsmittel verfügen, ist es an dir die Symptome einer verstopften Nase zu erkennen. Typische Beispiele hiervon sind:

  • Hund atmet nur durch den Mund
  • Geräusche bei der Nasenatmung
  • Hund reibt mit den Pfoten über die Schnauze
  • Dickflüssiger Auslauf aus der Nase
  • Hund schnarcht mehr als sonst [1]

Zu einer blockierten Nase kommt es meist dadurch, dass entweder der Nasenkanal zuschwellt oder sich übermäßig viel Nasenschleim bildet.

In den allermeisten Fällen löst sich das Problem innerhalb von 48 Stunden von selbst aus. Ist das nicht der Fall, dann können folgenden 6 Erkrankungen zugrunde liegen.

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#1 Allergien

Rund 4 von 10 Menschen haben mit Allergien zu kämpfen. Bei Hunden sind es mit rund 20 % nur halb so viele. [2] Die Auslöser davon sind sogenannte “Allergene”. Dazu gehören:

  • Hausstaubmilben
  • Schimmelsporen
  • Gräser & Pollen
  • Flohspeichel
  • Haare [3]
Hundenase

Je nach Art und Ausprägung der Allergie kann es hier zu einer verstopften oder gar tropfenden Nase kommen. Weitere klassische Anzeichen davon sind:

  • Wässrige Augen
  • Ständiges Niesen
  • Starker Juckreiz
  • Hund reibt die Schnauze
  • Hustenanfälle
  • Plötzliches Erbrechen
  • Schwellungen im Gesicht [4]

Grundsätzlich können Hunde auf alles allergisch reagieren. Um die Allergene zu identifizieren, kann ein Allergietest beim Tierarzt helfen.

Häufig erlaubt auch der Zeitpunkt Rückschlüsse auf die möglichen Auslöser. Insbesondere dann, wenn die Beschwerden nur nach dem Gassigehen oder Fressen auftreten.

Da Allergien genetisch bedingt sind, gibt es hierfür keine Heilung. Vorbeugung ist also die beste Option. Bei schweren Beschwerden können auch Medikamente notwendig sein.

Hunde mit Allergien bekommen beim Kontakt mit Allergenen häufiger eine verstopfte Nase. In den meisten Fällen zeigen sich auch noch weitere Symptome wie ein Juckreiz oder ständiges Niesen. Ein Allergietest und vorbeugende Maßnahmen werden hier empfohlen.

#2 Nasale Infektion

Wenn sich Bakterien, Pilze oder Allergene in der Nase des Hundes einnisten, dann kann sich diese entzünden. Je nach Ort und Stelle unterscheiden Ärzte zwei verschiedene Arten:

  • Sinusitis = Infektion der Nasennebenhöhle
  • Rhinitis = Infektion der Nasenschleimhaut

In vielen Fällen tritt auch beides auf oder das eine wird durch das andere ausgelöst. Hunde mit einer kurzen Schnauze sind hiervon häufiger betroffen.

Zudem sollen Australian Shepherds, Greyhounds, Langhaarcollies, Shetland Sheepdogs und Border Collies hiervon besonders häufig betroffen sein. [5]

Am ehesten ist es daran zu erkennen, dass der Hund plötzlich an der Schnauze berührungsempfindlich wird oder gar Nasenbluten bekommt. Weitere Symptome sind:

  • Häufiges Niesen
  • Schnelle Atmung
  • Verstopfte Nase
  • Hund röchelt beim Atmen
  • Appetitlosigkeit
  • Dickflüssiger Auslauf aus der Nase
  • Plötzlicher Husten [6]

Stecken Bakterien hinter der Entzündung, dann wird meist Antibiotika empfohlen. Bei Pilzen reichen auch teilweise spezielle Cremes und Nasentropfen aus.

Sollten Allergien die Ursache sein, dann gilt es zunächst die Allergene zu identifizieren. Anschließend sollten diese im Alltag so gut wie möglich vorgebeugt werden.

Hunde mit einer Sinusitis oder Rhinitis bekommen auch häufiger eine verstopfte Nase. Auffällig bei solchen Entzündungen ist, dass betroffene Vierbeiner häufig niesen, ein dickflüssiger Schleim aus der Nase kommt und auch die Atmung schwerfälliger ist.

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#3 Brachycephale obstruktive Syndrom

In der Vergangenheit waren Qualzuchten gang und gäbe. Damit ist die Züchtung bestimmter Eigenschaften gemeint, die mit körperlichen oder mentalen Schäden einhergehen.

Brachycephale Rassen sind hier das Paradebeispiel bei Hunden. Damit sind Vierbeiner gemeint, die ein flaches Gesicht und eine kurze Schnauze haben. Beispiele davon sind:

  • Mops
  • Shih-Tzu
  • Bulldogge
  • Deutscher Boxer
  • Pekingese
  • Chihuahua [7]
Hundenase

Das Problem? Durch das flache Gesicht sind auch bei vielen dieser Hunde die Nasenkanäle zuchtbedingt extrem verengt. Eine verstopfte Nase gehört hier fast zum Alltag.

In der Praxis führt das häufig dazu, dass betroffene Vierbeiner bei körperlicher Betätigung Atemnot bekommen, viel schnarchen und bei Hitze schnell kollabieren. [8]

Zur Behandlung müssen hier in den meisten Fällen die Nasenkanäle operativ geweitet werden. Aus diesem Grund wollen auch Tierschützer die Zucht dieser Rassen verbieten.

Brachycephale Hunderassen haben häufig mit einer zuchtbedingten Verengung der Nase zu kämpfen. In den meisten Fällen ist es daran erkennbar, dass der Hund zum Atmen fast ausschließlich den Mund benutzt, die Nase ständig zu ist und er schnell außer Puste ist.

#4 Erkältung

Wenn sich die oberen Atemwege des Hundes aufgrund von viralen Infekten entzünden, dann ist umgangssprachlich auch von einer “Erkältung” die Rede.

Die genauen Beschwerden sind stark von der Art des Virus abhängig. Angesteckt werden Hunde meist durch den Kontakt mit kranken Tieren. Typische Anzeichen sind hier:

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Verstopfte Nase
  • Hund atmet schwerfällig
  • Antriebslosigkeit
  • Hund schläft viel
  • Vermehrter Nasenschleim
  • Häufiges Husten [9]

In den meisten Fällen legt sich eine Erkältung von selbst. Denn gegen den Großteil der gefährlichsten Viren werden Hunde heutzutage geimpft.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Welpen frühzeitig zu impfen und auch im Anschluss stets das Nachimpfen durchzuführen, um den Impfschutz aktiv zu halten.

Das gilt vor allem für Welpen, sehr alte sowie bereits kranke Hunde. Denn ihr Immunsystem ist noch nicht oder nicht mehr voll leistungsfähig. [10]

Eine Erkältung kann bei Hunden dazu führen, dass sie eine verstopfte Nase und Probleme beim Atmen bekommen. Zu erkennen ist es meist daran, dass der Hund Fieber hat und viel schläft. Hier sollten die Beschwerden mit der Zeit von alleine verschwinden.

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#5 Reizkörper

Das primäre Sinnesorgan von Hunden ist die Nase. Bei Menschen sind es die Augen. Das hat zur Folge, dass Hunde tagtäglich viel mehr Stoffe durch die Nase aufnehmen.

Zum Problem wird es dann, wenn es sich nicht nur um normale Gerüche handelt, sondern um Stoffe, welche die Nase reizen. Klassische Beispiele sind hier:

  • Haarspray
  • Rauch
  • Raumdüfte
  • Reinigungsmittel
  • Räucherstäbchen
  • Staub [11]
Nase von Hund

Manche Hunde reagieren sensibler auf einige Stoffe und andere weniger. Zudem sind die Symptome hier je nach Art und Menge unterschiedlich:

  • Leichte Reizung: Es kommt zu einer vermehrten Bildung von Nasenschleim, die Nase läuft entweder oder verstopft. Auch Niesen und Schnauben sind hier häufig.
  • Schwere Reizung: Es kommt zu starken Rötungen, Schwellungen oder gar Nasenbluten.

In Einzelfällen sind auch Fremdkörper für die Reizung verantwortlich. In den meisten Fällen können Hunde diese aber von selbst durch Schnauben herausblasen. [12]

Verschiedene Partikel in der Luft können das Innere der Hundenase reizen, wodurch sich mehr Nasenschleim bildet. In den meisten Fällen ist es daran zu erkennen, dass die Nase zu ist oder läuft. Auch häufiges Niesen, Rötungen und Schnauben kommen hier häufiger vor.

#6 Nasentumor

Keine Sorge. Krebserkrankungen gehören zwar zu den häufigsten Todesursachen bei Hunden, ein Nasentumor ist jedoch vergleichsweise selten.

Das Blöde daran? Ein Tumor in der Nase ist nur selten gutartig. Zu erkennen ist es meist daran, dass nur einseitig Probleme auftreten. Typische Anzeichen sind hier:

  • Lauter werdende Atmung
  • Beule entlang der Nase
  • Plötzliches Schnarchen
  • Verkrustete Hundenase
  • Hund ist antriebslos
  • Verstopfte Nase
  • Exzessives Niesen
  • Nasenauslauf mit Blut [13]

Statistiken zufolge sollen hiervon primär alte Hunde und Rassen mit einer langen Schnauze betroffen sein. Grundsätzlich kann es aber alle Hunde jeden Alters treffen.

Die Ursache hiervon ist zwar noch unklar, Passivrauchen durch rauchende Hundebesitzer soll allerdings einer der größten Risikofaktoren sein.

Bei Verdacht solltest du hier umgehend den Tierarzt aufsuchen. Denn je früher der Tumor diagnostiziert und behandelt wird, desto besser stehen die Chancen einer Heilung. [14]

In seltenen Fällen kann für die verstopfte Nase auch ein bösartiger Tumor verantwortlich sein. In den meisten Fällen kommt es hier jedoch noch zu weiteren krankhaften Symptomen wie eine plötzliche Beule, Nasenbluten oder ständiges Niesen.

Weiterführende Tipps

In seltenen Fällen können auch die folgenden Erkrankungen und Probleme für die Beschwerden verantwortlich sein:

  • Angeborene Anomalie: Einige Hunde haben aus bisher ungeklärten Gründen bereits von Geburt an so enge Nasenlöcher, dass sie sehr schnell verstopfen.
  • Staupe: Eine hochansteckende Viruserkrankung, die sich während dem Verlauf sowohl mit einer laufenden oder blockierten Nase äußern kann. [15]
  • Zahnprobleme: Sollte es zu starken Infektionen entlang der oberen Backenzähne kommen, dann kann das auch von unten den Nasenkanal verengen.
  • Verletzung: Schwellungen oder Vernarbungen von Verletzungen an der Schnauze können die Nasenkanäle blockieren. Das ist aber meist optisch erkennbar.
Nase eines Hundes

Gegen eine verstopfte Hundenase helfen im Übrigen auch mehrere Hausmittel. Bewährte Methoden sind hier:

  • Nasenspülung: Eine für Hunde geeignete Nasenspülung mit ätherischen Tropfen lindert nicht nur bestehende Entzündungen, sondern auch Verstopfungen.
  • Heißer Dampf: Nimm deinen Hund mit ins Badezimmer und lass die Dusche mit heißem Wasser laufen bis der gesamte Raum mit heißem Dampf gefüllt ist. [16]
  • Nasensauger: Dieses Tool wird primär bei Babys eingesetzt, um überschüssigen Nasenschleim einzusaugen. Es wirkt aber auch für Hunde.
  • Luftbefeuchter: Insbesondere im Winter bei trockener Luft durch die Heizung sind Luftbefeuchter eine klasse Idee, um die Nase vor Verstopfungen zu schützen.
  • Warmes Essen: Sicher hast du selbst schon die Erfahrung gemacht, dass deine Nase plötzlich bei einer warmen Suppe läuft. Das Gleiche gilt auch für Hunde.
  • Nasentropfen: Besorge Nasentropfen aus der Apotheke. Wichtig ist hier, dass dieses Mittel auch speziell für Hunde entwickelt wurde. [17]

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.