Wie lange können Hunde Kot einhalten? Tabelle [2022]


Ausgewachsene gesunde Hunde können Kot durchschnittlich zwischen 8-12 Stunden einhalten. Sehr junge und alte Hunde halten es nach einer Mahlzeit aber teilweise auch nur eine Stunde aus. Das ist primär von der Gesundheit und dem Alter abhängig.

Bei Welpen kannst du dir merken, dass sie pro Lebensmonat den Stuhlgang für eine Stunde halten können. Ein 2 Monate alter Welpe kann Kot also rund 2 Stunden lang halten.

Ab dem 8. Lebensmonat ist das Maximum erreicht. Aber Achtung! Nur weil Hunde so lange warten können, heißt das aber nicht, dass sie es auch wollen.

Zu langes Warten kann zu einer Anhäufung schädlicher Bakterien führen, sodass es zu Bauchschmerzen kommt. Unnötiges Hinauszögern ist daher keine gute Idee.

Hund beim Koten

Durchschnittlich müssen Hunde zwischen 1 und 5 Mal täglich koten. Um potenzielle “Unfälle” im Haus vorzubeugen, können hier folgende Produkte helfen:

  • Pee Pads: Ein Hundeklo für Urin und Kot. Das kannst du dir vorstellen, wie eine Art Tampon in Form eines Teppichs.
  • Hundeklappe: Damit kann sich dein Hund selbst helfen. Es gibt auch einige Hundeklappen, die einbruchsicher und luftdicht sind.
  • Hundewindeln: Für sehr junge oder sehr alter Hund ein absoluter Segen. Vor allem, weil sie wiederverwendbar sind.

Wie lange Hunde ihren Kot einhalten können, ist übrigens unabhängig von der Rasse. Hier zunächst ein Überblick je nach Altersgruppe:

AlterZeitdauer
0-1 Monate0-1 Stunden
1-2 Monate1-2 Stunden
2-3 Monate2-3 Stunden
3-4 Monate3-4 Stunden
4-5 Monate4-5 Stunden
5-6 Monate5-6 Stunden
6-7 Monate6-7 Stunden
7-8 Monate7-8 Stunden
8 Monate – 10 Jahre8-12 Stunden
> 10 Jahre1-8 Stunden

Für die Praxis kannst du dir die “3×8-Regel” merken. Denn ein Hund im 8. Lebensmonat kann nicht nur den Kot für 8 Stunden halten, sondern auch 8 Stunden den Urin einhalten.

Diese Regel gilt allerdings nur tagsüber. Über die Nacht wird die Verdauung so stark verlangsamt, dass es Hunde auch deutlich länger aushalten können.

Alle 6-8 Stunden Gassigehen ist daher keine schlechte Idee. Für längere Abwesenheiten können Freunde, Bekannte oder bezahlte Hundebetreuer aushelfen.

Dass ein Hund nach draußen muss, erkennst du meist an den folgenden Anzeichen:

  • Unruhiges Verhalten
  • Aufstöhnen
  • Hund folgt Herrchen
  • Jaulen
  • Anbellen des Herrchens

Wichtig: Für Hunde ist es sehr untypisch, wenn sie innerhalb von 24 Stunden nicht koten. Nach spätestens 48 Stunden empfehle ich umgehend den Tierarzt zu kontaktieren.

Du machst dir Sorgen oder bist dir unsicher? Dann klicke hier, um den Live-Chat mit einem Tierarzt zu starten.

Einflussfaktoren

Die folgenden Faktoren können dazu führen, dass Hunde ihren Kot entweder länger oder kürzer einhalten können:

  • Alter

Im Welpenalter sind die Schließmuskeln des Hundes noch nicht vollends ausgereift. Dass Welpen häufiger nach draußen müssen, ist also entwicklungsbedingt.

Das Gleiche gilt auch für ältere Hunde. Denn im Laufe des Alters werden die Schließmuskel zunehmend schwächer. Mediziner sprechen hier von einer “Altersinkontinenz”.

  • Aktivität

Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass sich aktive Hunde deutlich häufiger entleeren müssen als inaktive Hunde. Denn Bewegung regt den Stoffwechsel und damit die Verdauung an.

Nicht umsonst wird bei Menschen auch vom “Verdauungsspaziergang” gesprochen. Eher faule Hunde, die den halben Tag schlafen, müssen weniger oft nach draußen.

Hundewelpe beim Koten
  • Gesundheit

Verschiedene Erkrankungen können sowohl die Frequenz als auch die Konsistenz und Farbe des Stuhlgangs beeinträchtigen. Am häufigsten ist hier ein Wurmbefall und starker Stress.

Aber auch Gehirnerkrankungen, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, bakterielle Infektionen, Lebensmittelallergien und Darmerkrankungen können die Ursache sein.

  • Gewohnheit

Sicher kennst du einige Leute, die jeden Morgen kurz nach dem Aufstehen ihr Geschäft machen. Der Grund? Ihr Verdauungstrakt hat sich an diese Frequenz gewohnt.

Ähnlich ist es bei Hunden. Sie können ihren Kot nur so lange einhalten, wie sie es gewohnt sind. Ein plötzlicher Wechsel der Routine führt daher häufiger zu “Unfällen”.

  • Emotionen

Die Redewendung, dass sich jemand vor Angst fast in die Hosen gemacht hat, geht auf die Anatomie von Säugetieren zurück. Bei Hunden ist das nicht anders.

Wenn die Vierbeiner starke Angst empfinden oder gar an einer Angststörung leiden, dann müssen sich viele auch sehr plötzlich entleeren. Das Gleiche gilt für Urin.

  • Essverhalten

Die Darmflora ist so aufgebaut, dass sie die gewohnte Nahrung so effizient wie möglich verdauen kann. Zum Problem wird es dann, wenn schlagartig das Futter gewechselt wird.

In den meisten Fällen sind dann entweder Durchfall oder Verstopfung die Folge. Bei Verstopfung sind größere Mengen an Ballaststoffen die beste Wahl.

Je nach Alter, Aktivität und Gesundheit können Hunde unterschiedlich lange ihren Kot halten. Aber auch die Gewohnheiten, Emotionen sowie das Essverhalten können die Stuhlfrequenz beeinflussen. Ein ausgewachsener, gesunder Hund kotet meist 2-3 Mal pro Tag.

Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.

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