Diese Hunde können tauchen | Neue Studien [2024]


Grundsätzlich kann jeder Hund unter Wasser die Luft anhalten. Allerdings sind manche Hunderassen aus anatomischen Gründen sehr schlechte Schwimmer.

Die meisten Hunde werden deshalb ohne Training nicht freiwillig tauchen gehen. Die Ausnahme sind hier sogenannte “Wasserhunde” wie beispielsweise Labrador Retriever.

Diese können auch teilweise ohne Training bis zu 2 Meter in die Tiefe tauchen. Mit etwas Training sind auch 3-4 Meter machbar. Menschen sind jedoch im Vergleich deutlich bessere Taucher.

Um dem Hund schwimmen und gar tauchen beizubringen, sind sowohl Tauch-Spielzeuge sowie jede Menge Leckerlis notwendig. Einige Hunde können mit etwas Training sogar nach Hummern tauchen.

Dann lass uns nun das Thema etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Hund

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Können Hunde tauchen?

Die kurze Antwort vorweg: In der Theorie ja, in der Praxis nein. Jetzt zur langen Antwort:

Alle Hunderassen fangen instinktiv zu paddeln an, wenn sie über das Wasser gehalten werden. Dazu hast du sicherlich schon einige Videos gesehen.

Das Paddeln heißt jedoch nicht automatisch, dass sich alle Hunde über Wasser halten können. Mit etwas Training ist es jedoch für alle erlernbar. [1]

Nun zum Tauchen. Hunde können von Natur aus die Luft unter Wasser anhalten.

Den Beweis dafür siehst du bereits beim Trinken. Denn die Schnauze ist hier häufig unter Wasser. Da es sich dabei um einen Instinkt handelt, muss das nicht extra erlernt werden.

Weitere Beweise dafür liefert der Tierfotograf “Seth Casteel”, welcher für seine Unterwasserfotos von Hunden und Welpen berühmt wurde. Diese kannst du bei Amazon als Buch sowie als Kalender kaufen.

Allerdings kommt es beim Großteil der Hunderassen nie zum Tauchen. Denn die meisten Hunde sind wasserscheu und zudem nur mäßig gute Schwimmer. [2]

Zu den “schlechten Schwimmern” und damit auch “schlechten Tauchern” gehören beispielsweise:

  • Bulldoggen
  • Mopse
  • Dachshunde

Der Grund dafür ist in der Anatomie begründet. Denn diese Hunderassen haben eine suboptimale Figur zum Schwimmen. Heißt konkret: Kurze Beine und ein langer Körper.

Jeder Hund ist in der Lage unter Wasser die Luft anzuhalten. Da für das Tauchen allerdings auch gute Schwimmfähigkeiten notwendig sind, trauen sich die meisten Hunderassen nur sehr selten mit dem Kopf unter Wasser.

Welche Hunde tauchen gerne?

Einige Hunderassen sind solch gute Schwimmer, dass sie auch als “Wasserhunde” bezeichnet werden. Diese gehören ebenfalls zu den besten Tauchern:

  • Labrador Retriever ← #1 Wasserratte
  • Golden Retriever ← #2 Wasserratte
  • Spanischer Wasserhund
  • Neufundländer
  • Otterhund [3]

Auch meine zwei Labrador Retriever waren begeisterte Taucher. Nicht umsonst werden diese Hunde auch teilweise zum Jagen von Enten und Hummern trainiert.

Aufgrund ihrer langen und kräftigen Beine haben sie den für Hunde idealen Körperbau zum Schwimmen. Zudem haben sie ein großes Lungenvolumen, um sich auch längere Zeit über Wasser halten zu können.

Hund

Als Faustformel kannst du dir merken:

  • Größere Hunde sind meist bessere Schwimmer als kleinere Hunderassen.
  • Hunde mit dunklem und gelockten Haar sind meist weniger wasserscheu. [4]

Es gibt allerdings auch innerhalb der Rassen große individuelle Unterschiede. Denn selbst einige spanische Wasserhunde sind der Meinung, dass Wasser eine böse Erfindung von Katzen ist.

Insbesondere Labrador Retriever und Golden Retriever sind für ihre Schwimm- und Tauchfähigkeiten bekannt. Diese Wasserhunde sind auch anatomisch am besten für das Wasser ausgestattet.

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Wie lange & wie tief können Hunde tauchen?

Menschen können ohne Training meist bis zu 6 Meter tief tauchen. Mit Training sind auch bis zu 12 Meter üblich. Der Rekord liegt allerdings bei satten 102 Metern ohne jegliche Ausrüstung. [5]

Bei Hunden sieht das anders aus. Wasserhunde tauchen untrainiert selten unter 2 Metern Tiefe. Mit Training sollen jedoch auch bis zu 4 Meter möglich sein.

Hier machte ein Mann aus Florida Schlagzeilen, welcher seine Hunde zum Tauchen nach Hummern trainiert hat.

Er meinte, dass die größte Herausforderung die hinteren zwei Beine sind. Denn aufgrund der instinktiven Paddelbewegung kommen Hunde beim Tauchen nur sehr langsam nach unten.

Selbst für ihn hat es ganze 2 Jahre gedauert, um seinen Labrador Retrievern eine aktivere Nutzung der Hinterbeine beizubringen. [6]

Zudem können Hunde deutlich kürzer die Luft unter Wasser anhalten als Menschen. Denn hier kommt uns unser Bewusstsein zugute:

  • Menschen können bewusst sehr tief Luft holen.
  • Menschen können selbst an der Wasseroberfläche trainieren.
  • Menschen können bewusst langsame Bewegungen machen, um unter Wasser weniger Sauerstoff zu verbrauchen.
  • Menschen können Schwimmflossen verwenden.

Das sind alles Fähigkeit, welche ein Hund nicht hat. 

Wasserhunde können ohne Training meist nur bis zu 2 Meter tief tauchen. Mit dem entsprechenden Training soll auch die doppelte Tiefe möglich sein. Im Vergleich zu Menschen sind Hunde jedoch eher schlechte Taucher.

Dieser Labrador Retriever taucht nach Hummern:

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Wie kann man Hunden tauchen beibringen?

Dieser Prozess läuft grundsätzlich in drei Schritten ab:

  • #1 Gewöhnungsphase

Ein Hund, der nicht gerne im Wasser ist und nicht gerne schwimmt, wird auch nicht gerne tauchen. Das Ziel dieser Phase ist deshalb den Hund zunehmend daran zu gewöhnen.

Grundsätzlich gilt: Je früher ein Hund in der Erziehung an Wasser gewöhnt wird, desto leichter ist es. [7]

Bei jungen Hunden kann diese Phase lediglich ein paar Tage andauern. Bei älteren Hunden kann es sich aber auch über mehrere Wochen ziehen.

Sollte dein Hund sehr wasserscheu sein, dann gehe selbst ins Wasser und locke ihn mit einem Spielzeug und ein paar Leckerlis. Auf keinen Fall solltest du ihn dazu zwingen.

Zur Übung empfehle ich hier mindestens dreimal pro Woche ein 20-minütiges Training.

  • #2 Tauchphase

Bevor du in die nächste Phase übergehst, sollte dein Hund ohne zu zögern ins Wasser springen. Zudem sollte er sich auch problemlos mehrere Minuten über Wasser halten können.

Was du jetzt brauchst, sind zwei Dinge: Jede Menge Leckerlis sowie geeignete Unterwasserspielzeuge.

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Fange am besten mit einer geringen Tiefe an (~75 cm) und arbeite dich dann Schritt-für-Schritt in tiefere Gewässer.

Wichtig ist nur, dass du deinen Hund ständig ermutigst, verbal lobst und mit Leckerlis verwöhnst. Denn Hunde wiederholen Verhalten, das belohnt wird.

  • #3 Entlohnungsphase

Wenn sich dein Hund ausreichend an das Wasser, Schwimmen und Tauchen gewöhnt hat, dann folgt die Entlohnungsphase.

Bis hierhin war das Tauchen immer an ein Leckerli gekoppelt. Das solltest du jetzt Schritt-für-Schritt immer mehr durch verbales Lob ersetzen.

Damit stellst du sicher, dass dir dein Hund auch ohne Futter-Belohnung folgt.

Zum Tauchtraining sind Süßwasserseen im Übrigen am besten geeignet. Der Chlorgehalt im Pool soll jedoch vernachlässigbar klein sein. Das geht also zur Not auch. [8]

Das Meer bzw. Salzwasser ist theoretisch auch möglich. Allerdings brennt Salz im Auge und manche Hunde neigen in den Anfängen dazu, viel Wasser zu schlucken. [9]

Bevor das Training zum Tauchen beginnt, muss ein Hund zunächst an das Wasser und das Schwimmen gewöhnt werden. Danach können Unterwasserspielzeuge und Leckerlis eingesetzt werden, um den Hund zum Tauchen zu ermutigen.

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Kevin Söll

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.

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