10 Gründe, warum Hunde nachts im Schlaf fiepen [2021]


Wenn Hunde nachts im Schlaf fiepen, dann kann das auf Schmerzen, Kälte oder Träume hinweisen. Bei älteren Hunden ist dafür meist Demenz verantwortlich, während jüngere Hunde nachts primär mit Trennungsängsten zu kämpfen haben.

In den meisten Fällen äußern sich neben dem Fiepen auch noch weitere Symptome, die Rückschlüsse auf die mögliche Ursache erlauben.

Aus diesem Grund lernst du im Folgenden nicht nur dir 10 häufigsten Ursachen, sondern auch dessen Anzeichen und Lösung.

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#1 Trennungsangst

Trennungsangst tritt nachts besonders häufig auf. Denn oft ist es so, dass der Hund tagsüber nonstop mit seiner Familie umgeben ist und dann plötzlich nachts alleine sein soll.

Vor allem Welpen, sehr junge Hunde und sensitive Rassen sind hiervon betroffen. Erkennen tust du es meist an den folgenden Symptomen:

  • Nächtliche Unruhige
  • Hund nagt Dinge an
  • Fiepen in der Nacht
  • Nächtliche Inkontinenz
  • Exzessives Sabbern
  • Flach angelegte Ohren [1]

Die folgenden Maßnahmen können bei Trennungsangst helfen:

  • Erhöhe schrittweise die Distanz des Körbchen vom Schlafzimmer
  • Reibe dich mit einem Handtuch ein und lege es ins Körbchen
  • Lass deinen Hund die Nacht im Schlafzimmer verbringen
  • Hinterlasse kurz vor dem Schlafengehen ein Leckerli oder Spielzeug [2]
Hund

Die Angst wird aber auch teilweise durch Unwetter, laute Geräusche oder die Nähe eines dominanten Nachbarshund ausgelöst. Hier gilt es zur Lösung die Ursache zu identifizieren.

Ist dein Hund allgemein sehr ängstlich, dann solltest du sein Selbstvertrauen stärken, indem du ihn schrittweise an “Bedrohungen” gewöhnst. Medikamente sind hier die letzte Option.

Trennungsangst ist die häufigste Ursache dafür, dass Welpen und junge Hunde nachts im Schlaf zu fiepen beginnen. Ausgelöst wird es durch die Abwesenheit des Herrchens. Hier sollte der Hund schrittweise an die Einsamkeit gewöhnt werden.

#2 Ohrenentzündung

Statistiken zufolge soll jeder 10. Besuch beim Tierarzt aufgrund einer Ohrenentzündung sein. Vor allem Hunde mit Schlappohren und Haaren in den Ohren sind davon betroffen. [3]

Das nächtliche Fiepen wird dadurch ausgelöst, dass beim Hinlegen das Ohr schmerzt. Es handelt sich also um einen Hilferuf. Weitere häufige Symptome sind hier:

  • Ständiges Kopfschütteln
  • Rötung und Schwellung am Ohr
  • Hund hält seinen Kopf schief
  • Ständiges Kratzen am Ohr
  • Berührungsempfindlichkeit am Ohr [4]

Die Entzündung wird meist dadurch ausgelöst, dass nach dem Baden, Schwimmen oder starken Regen die Ohren nicht vollständig abgetrocknet wurden.

In seltenen Fällen können aber auch Verletzungen, Pilzerkrankungen, Viren, Allergien oder gar Parasiten die Infektion verursachen. Hier solltest du zur Diagnose zum Tierarzt gehen.

Zur Behandlung wird bei einer Ohrenentzündung meist das Ohr professionell gereinigt und anschließend entzündungshemmende Medikamente verabreicht. [5]

Hunde mit einer Ohrenentzündung fangen häufig nachts zu fiepen an, da das Liegen schmerzt. Hier sollte zur Diagnose und Behandlung der Tierarzt konsultiert werden. Mithilfe von Medikamenten sind Ohrenentzündungen meist nach rund 5-7 Tagen verschwunden.

#3 Bauchschmerzen

Hunde haben im Vergleich zum Menschen ein deutlich sensibleres Verdauungssystem. Denn sie sind im Gegensatz zu uns erst seit mehreren Jahrtausenden Allesfresser.

Ihre Vorfähren, also Wölfe, sind dagegen Fleischfresser. Ihre Verdauung ist daher lange nicht so ausgereift wie die unsere. Die häufigsten Anzeichen sind hier:

  • Plötzlicher Durchfall
  • Starke Blähungen
  • Ständiges Winseln
  • Unruhiges Umherlaufen
  • Antriebslosigkeit
  • Hund verweigert Gassigehen
  • Erbrechen nach dem Essen [6]

Wenn der Hund erst spät am Abend gegessen hat, dann können sich die Symptome auch erst in der Nacht oder gar im Schlaf äußern. Das gilt auch für das Fiepen.

Hund

Sollte der Hund lediglich normale Lebensmittel gegessen haben, dann stecken meist Unverträglichkeiten oder Allergien dahinter. Weitere mögliche Ursachen davon sind:

  • Essensreste von Menschen
  • Verschlucken von Reinigungsmittel
  • Bakterielle Infektionen
  • Essensreste vom Müll

Hier gilt es zunächst die potenzielle Ursache herauszufinden. Bei Verdacht auf Lebensmittelallergien kann ein Allergietest helfen.

Alternativ hilft bei Magenschmerzen häufig die Fütterung von Probiotika. Zudem sind einfach verdauliche Mahlzeiten wie gekochter Reis mit gekochtem Fleisch hierfür ideal. [7]

Zudem kann auch ein solcher kostenloser Futtercheck helfen, um individuelle Futterempfehlungen sowie gratis Futterproben zu bekommen.

Magenschmerzen können dazu führen, dass sich Hunde in der Nacht unruhig verhalten, mit Blähungen zu kämpfen haben oder gar im Schlaf zu fiepen beginnen. Zur Behandlung kann hier ein Wechsel des Futters, ein Allergietest sowie ein Besuch beim Tierarzt helfen.

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#4 Träume

Hunde durchlaufen im Schlaf dieselben Phasen wie Menschen. Dazu gehört die Wachphase, der leichte Schlaf, die REM-Phase, sowie der Tiefschlaf.

Insbesondere im REM-Schlaf (“Rapid Eye Movement”) fangen Hunde zu träumen an. Dabei verarbeiten sie primär Erlebtes und stillen auch teilweise unerfüllte Sehnsüchte. [8]

Hunde können im Übrigen auch Albträume haben. Die Anzeichen davon unterscheiden sich aber kaum von normalen Träumen. Dazu gehören:

Was genau hier das Fiepen zu bedeuten hat, ist unklar. Das spielt aber auch keine größere Rolle. Denn Träume sind im Allgemeinen ein gutes Zeichen.

Denn sie signalisieren, dass es dem Körper und Geist gut geht. Sollte dich dein Hund nachts wachhalten, dann kannst du ihn auch einfach aufwecken. Das bleibt aber dir überlassen.

Träumende Hunde fangen häufiger nachts im Schlaf zu fiepen an. In den meisten Fällen befinden sie sich dabei im sogenannten “REM”-Schlaf. Grund zur Sorge besteht hier nicht. Denn in den meisten Fällen sind Träume sowie auch Albträume ein Zeichen guter Gesundheit.

#5 Überschüssige Energie

Der Bedarf an körperlicher und geistiger Beschäftigung ist nicht nur von Rasse zu Rasse, sondern auch von Hund zu Hund sehr unterschiedlich.

Große Hunderassen, Schäferhunde, Jagdhunde und junge Vierbeiner brauche in aller Regel am meisten Beschäftigung, da sie schlicht eine Menge täglicher Energie haben.

Können sie diese Energie nicht loswerden dann äußert es sich meist in hyperaktiven und unruhigem Verhalten. Typische Beispiele sind hier:

  • Herumrennen in der Wohnung
  • Annagen von Möbelstücken
  • Jaulen und Fiepen in der Nacht
  • Zerstören des eigenen Körbchens
  • Graben auf dem Sofa oder dem Boden [10]

Das Fiepen ist hier Vergleichbar mit einem Kind, das aus Langeweile herumnörgelt. In vielen Fällen geht das Problem darauf zurück, dass die Wohnung zu klein ist oder kein Garten hat.

Hund

Aber auch das Halten von tendenziell sehr aktiven Rassen in eng besiedelten Wohngebieten kann hier die Ursache sein. Bewährte Methoden zur Auslastung sind hier:

  • Regelmäßige Spieltreffen mit anderen Hunden
  • Eine solche Ballwurfmaschine für die Wohnung
  • Fahrradtouren mit dem Hund
  • Schleuder- und Wurfspielzeuge (wie unsere)

Im Allgemeinen gilt die Faustregel, dass ein ausgelasteter Hund auch ein ruhiger Vierbeiner ist. Hier gilt es nur kreativ zu sein und tagtäglich für genügend Auslauf zu sorgen.

Unausgelastete Hunde haben nachts häufig so viel Energie, dass sie im Schlaf zu Fiepen beginnen. Hier reicht es zur Lösung die tägliche Menge ans körperlicher und mentaler Beschäftigung zu erhöhen. Spielzeuge und Ballwurfmaschinen sind hierfür ideal.

#6 Ungestillte Bedürfnisse

Neben mangelnder Auslastung kommunizieren Hunde auch noch weitere Grundbedürfnisse durch Fiepen. Dazu gehören:

  • Hunger und Durst

Die häufigste Ursache ist hier, dass das Futter oder das Nachfüllen des Wassernapfes vergessen wurde. Zur Vorbeugung ist ein solcher automatischer Futterspender ideal.

  • Stuhldrang

Wie lange Hunde Urin einhalten können, ist primär vom Alter, ihrer Größe und ihrem Trinkverhalten abhängig. Trinkt dein Hund sehr spät, dann muss er vermutlich nur pinkeln.

  • Sexualtrieb

Hündinnen bekommen rund 2 Mal pro Jahr ihre Periode und verhalten sich in dieser Zeit sehr unruhig. Unter anderem Fiepen sie dabei auch häufiger in der Nacht. [11]

Unkastrierte Rüden haben dagegen einen nahezu konstant hoher Sexualtrieb. Das erkennst du häufig daran, dass sie zwischen den Fenstern und der Türe hin und her laufen.

  • Aufmerksamkeit

Ist die sonst tägliche Streicheleinheit ausgefallen, dann beschweren sich Hunde auch gerne lautstark darüber. Ständiges Jaulen und Winseln sind hier üblich.

Wenn Hunde nachts im Schlaf plötzlich zu fiepen beginnen, dann kann das darauf zurückgehen, dass gewisse Bedürfnisse nicht gestillt wurden. Bei jungen Hunden ist es meist ein Zeichen einer drückenden Blase. Hier gilt es den Bedürfnissen nachzukommen.

#7 Zahnschmerzen

Hunde äußern Zahnschmerzen in der Regel erst dann, wenn sie relativ stark sind. Dieses Verhalten haben sie von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt.

Denn ein geschwächt aussehender Wolf wird häufig zur Zielscheibe fremder Raubtiere. Und das wiederum kann zur Gefahr des gesamten Rudels werden.

Treten die Schmerzen erst nachts auf, dann fangen viele Hunde auch häufig im Schlaf zu fiepen an. Typische weitere Symptome bei Zahnschmerzen sind:

  • Gerötetes Zahnfleisch
  • Hund verweigert Essen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Ständiges Kratzen an der Schnauze
  • Hund kaut einseitig
  • Übermäßiges Sabbern
  • Plötzliche Aggressivität [12]
Hund

In den meisten Fällen ist dafür ein Splitter zwischen den Zähnen dafür verantwortlich. Hier reicht es häufig in Zusammenarbeit mit einem Partner diesen mit einer Pinzette zu entfernen.

In seltenen Fällen können aber auch Zahnlöcher, Entzündungen des Zahnfleischs oder starker Zahnstein die Ursache sein. [13]

Da viele Hunde bei Zahnschmerzen aggressiv reagieren, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam. Denn mittels einer lokalen Betäubung ist die Behandlung deutlich angenehmer.

Zahnschmerzen in der Nacht können dazu führen, dass Hunde nahezu konstant zu fiepen beginnen. Auffällig ist dabei, dass sich der Hund plötzlich nicht mehr an der Schnauze anfassen lässt oder gar zu knurren beginnt. Bei Verdacht sollte hier der Tierarzt konsultiert werden.

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#8 Demenz

Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei älteren Hunden ist Demenz ein großes Thema. Studien zufolge sollen zwischen 30 und 70 % aller Hunde über 11 Jahren darunter leiden. [14]

Gemeint ist damit die Tatsache, dass das Gedächtnis sowie die geistige Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr abnimmt. Auch Alzheimer ist eine Form der Demenz.

Betroffene Hunde werden zunehmend verwirrt und erkennen teilweise nicht einmal mehr ihr eigenes zu Hause wieder. Typische weitere Symptome sind hier:

  • Orientierungslosigkeit
  • Ungewöhnliche Sturheit
  • Antriebslosigkeit
  • Unruhiges Umherwandern
  • Verlust des Spieldrangs
  • Aggressives Verhalten [15]

Das Fiepen in der Nacht ist hier lediglich ein Ausdruck der Angst. Denn für demente Hunde scheint plötzlich alles immer mehr fremd. Eine Heilung hierfür gibt es leider noch nicht.

Durch mentale Denkaufgaben kann jedoch die Ausbreitung der Krankheit verlangsamt werden. Solche Intelligenz-Spielzeuge sind hierfür ideal geeignet.

Hunde mit Demenz vergessen zunehmend ihre Umgebung sowie ihre eigene Familie. Die damit einhergehende Angst führt wiederum häufig dazu, dass Hunde aus Verwirrtheit nachts im Schlaf zu fiepen beginnen. Hier gilt es die Umgebung sowie den Alltag an die Erkrankung anzupassen.

#9 Kälte

Hunden wird zu Unrecht nachgesagt, dass sie durch das dicke Fell nicht frieren würden. Denn junge Hunde und jene mit wenig Körperfett frieren vergleichsweise sehr schnell.

Auch Nackthunde und kurzhaarige Hunde fangen bereits im Herbst zu zittern an. Das Zittern ist im Übrigen ein Mechanismus des Körpers, um bei Kälte die Durchblutung anzuregen.

Ist es nachts kalt, dann kannst du mit folgenden Symptomen rechnen:

  • Hund sucht engen Körperkontakt
  • Ständiges Fiepen in der Nacht
  • Zittern im Schlaf
  • Steifer Laufstil nach dem Aufstehen
  • Hund verlässt sein Körbchen nicht [16]
Hund

Um eine lebensgefährliche “Hypothermie” vorzubeugen, solltest du stets genügend Decken oder gar einen Mantel bereitstellen.

Zudem hilft es, das Körbchen in die Nähe eines Heizkörpers zu stellen. Möglichst dort, wo keine kalte Zugluft hinkommt, wenn jemand die Türen öffnet. 

Wenn Hunde nachts zu kalt ist, dann fangen sie häufiger im Schlaf zu fiepen an. Zu erkennen ist Kälte meist durch das ständige Zittern des Hundes. Die Lösung ist hier die Temperatur durch entsprechende Hilfsmittel möglichst konstant zu halten.

#10 Vergiftungen

Neben Ohrenentzündungen spielen auch Vergiftungen in den Statistiken der Tierärzte ganz oben mit. Häufig liegt es daran, dass der Hund eines der folgenden Dinge verschluckt hat:

  • Insektizide oder Pestizide
  • Chemikalien oder Reinigungsmittel
  • Alkohol oder Zuckeralkohol
  • Toxische Pflanzen
  • Drogen oder Medikamente [17]

Da sich Vergiftungen häufig erst mit einer gewissen Verzögerung äußern, kann das nächtliche Fiepen unter Umständen auch darauf zurückgehen. Weitere Symptome sind hier:

  • Antriebslosigkeit
  • Abneigung vor Essen
  • Plötzliches Taumeln
  • Durchfall und Erbrechen
  • Ständiges Jaulen und Winseln
  • Starkes Zittern [18]

Bei Vergiftungen kann Abwarten tödlich enden. Hier solltest du daher umgehend die tierärztliche Notfallklinik aufsuchen. Je nach Ursache leitet sich dann die Therapie ab.

Vergiftungen können zur Folge haben, dass zeitversetzt plötzlich krankhafte Symptome auftreten. Unter anderem kann das auch dazu führen, dass Hunde nachts im Schlaf mit Fiepen beginnen. Hier sollte umgehend gehandelt werden, um die Schäden zu minimieren.

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.