16 Tricks, um Hunde zum Trinken zu animieren [2021]


Um Hunde zum Trinken zu animieren, können mehrere Näpfe, Wasser mit Geschmack und Trinkbrunnen helfen. Gleichzeitig hilft es das Trinken zu belohnen, die Näpfe stets rein zu halten und das Wasser zu kühlen. Auch die Umstellung auf Nassfutter kann weiterhelfen.

Grundsätzlich solltest du deinen Hund aber nie zum Trinken zwingen. Denn in fast allen Fällen gibt es einen Grund, wenn die Vierbeiner auf Wasser verzichten.

Pro Tag werden bei Hunden zwischen 60-80 ml an Wasser pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Bei einem 20 kg schweren Hund sind das also täglich rund 1,2-1,6 Liter. [1]

Die folgenden 16 Tipps haben sich in der Praxis bewährt, um Hunde zum Trinken zu bringen.

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#1 Wasser mit Geschmack

Sicher kennst du das Gefühl, wenn du für eine Zeit viel Limonade und Tee getrunken hast und normales Wasser plötzlich “zu langweilig” schmeckt.

Auch Hunde möchten hin und wieder etwas Neues schmecken. Warum also nicht den Saft einer Thunfischdose oder etwas Milch unters Wasser rühren?

Auch Knochenbrühe ist bei Hunden sehr beliebt. Achte nur darauf, dass du es ohne Salz, Zwiebeln und Knoblauch zubereitest. Denn letzteres kann zu Vergiftungen führen.

#2 Mehrere Wassernäpfe

Sicher kennst du das Sprichwort “Gelegenheit macht Diebe”. Das Gleiche ist auch auf die Trinkmenge übertragbar. Denn je mehr Gelegenheiten du hast, desto mehr trinkst du.

Und zwar vollkommen automatisch. Der Effekt ist vergleichbar, wie wenn du stets ein volles Glas Wasser in der Hand hältst. Und dieses Prinzip lässt sich auch auf Hunde übertragen.

Um deinen Vierbeiner zum Trinken zu animieren, brauchst du also nur mehrere Trinknäpfe anschaffen und dort positionieren, wo er sich die meiste Zeit über aufhält. [2]

Hund trinkt

#3 Trinkbrunnen

Wir Menschen können ein Glas hochhalten und dann mithilfe der Schwerkraft das Wasser in den Mund leeren. Im Vergleich zu Hunden ist dieses Trinkprinzip extrem effizient.

Einen ähnlichen Effekt hat jedoch auch ein solcher Trinkbrunnen für Hunde. Denn durch den leichten Druck gelangt das Wasser viel leichter in den Mund des Vierbeiners.

Wenn du so willst, dann zwingt ein solcher Brunnen Hunde also ganz automatisch zum Trinken. Nur eben auf eine sanfte Art und Weise, ohne dass es unangenehm ist.

#4 Napfwechsel

Sicher hast du über die Jahre schon mal deinen morgendlichen Kaffee aus einer Tasse aus Keramik, Edelstahl, Kunststoff oder gar Glas getrunken. Und was ist passiert?

Plötzlich schmeckt der Kaffee ganz anders. Das liegt daran, dass das Material des Gefäßes in fast allen Fällen dem Wasser einen gewissen Eigengeschmack gibt.

Hunde riechen das mit ihrer Nase sogar raus. Die Lösung? Verschiedene Näpfe aus verschiedenen Materialien testen, um deinen Vierbeiner zum Trinken zu animieren. [3]

#5 Kalte Belohnung

Hier ein Trick, den ich von meinem Nachbarn gelernt habe. Denn sein Labrador hat früher sämtliche Leckerlis ungekaut heruntergeschluckt und allgemein zu wenig getrunken.

Die Lösung? Er hat Leckerlis in Eiswürfel gepackt. Das verhindert nicht nur das Schlingen, sondern sorgt auch gleichzeitig dafür, dass der Hund mehr Wasser zu sich nimmt.

Statt Leckerlis kannst du auch einfach Eiswürfel aus Knochenbrühe, Milch oder Leberwurst machen, um deinen Hund zum Trinken zu motivieren. 

#6 Positive Assoziation

Hunde vermeiden Verhalten, das bestraft wird und wiederholen jenes, das belohnt wird. Das ist die Grundregel einer jeden Erziehung – egal ob es um Hunde oder Kinder geht.

Und genau diesen Effekt kannst du gezielt ausnutzen, indem du das Trinken belohnst. Ein liebevolles Streicheln, extra Aufmerksamkeit oder ein Leckerli reichen hier vollkommen aus.

Mit genügend Konsistenz wird dein Hund ganz automatisch das Trinken mit etwas Positivem assoziieren – ein Win-Win. Du bringst ihn zum Trinken und er freut sich darüber. [4]

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#7 Reisetools

Sowohl Hunde als auch Menschen trinken unterwegs meist zu wenig. Das liegt primär daran, dass wir Gewohnheitstiere sind und auswärts weniger Möglichkeiten zum Trinken haben.

Aus diesem Grund bin ich persönlich ein großer Fan einer solchen Reise-Trinkflasche für Hunde. Komplett wasserdicht, ohne BPA und sogar mit einem eingebauten Aktivkohlefilter.

Alternativ kannst du auch auf einen solchen faltbaren Reisenapf zurückgreifen. Das bewegt Hunde nicht nur zum Trinken, sondern kann auch unterwegs zur Fütterung dienen.

Trinkender Hund

#8 Tiefenreinigung

Während Hunde in der Natur problemlos auch Dreckwasser trinken, erwarten viele zu Hause glasklares und frisches Wasser. Ein sauberer Napf ist daher für die meisten ein Muss.

Das gilt insbesondere bei Hunden, die einen längeren Bart haben. Denn dieser sammelt gerne Schmutz, Haare und Essensreste an, die anschließend beim Trinken im Wasser landen.

Aus diesem Grund bin ich persönlich Fan von Edelstahlnäpfen, die du in die Spülmaschine packen kannst. Und ja, sauberes Wasser allein ist eine große Motivation zum Trinken.

#9 Wasserfilter anschaffen

Der Geruchssinn von Hunden ist dem von Menschen in Abhängigkeit der Rasse bis zu 100.000 Mal überlegen. Und ja, du liest richtig. Einhunderttausend mal besser. [5]

In der Praxis führt das dazu, dass Hunde selbst kleinste Verunreinigungen im Wasser herausriechen können. Also beispielsweise Chlor, Kalk, Metalle oder gar Keime.

Mit einem Aktivkohlefilter kann dieser Geruch minimalisiert werden, sodass Hunde zum Trinken animiert werden. Wie stark der Effekt ist, hängt stark von deiner Wohnlage ab.

#10 Nassfutter

Menschen nehmen bei einer normalen Ernährung rund 25 % des täglichen Wasserbedarfs durch die Nahrung zu sich und die restlichen 75 % durch das Trinken.

Trockenfutter besteht jedoch nur zu rund 5-10 % aus Wasser, sodass Hunde im Alltag mehr trinken müssen. Durch die Umstellung auf Nassfutter kannst du das unterstützen.

Das Gleiche hilft für eine “Biologisch artgerechte Rohfütterung” (BARF) oder wenn du deinem Hund zusätzlich etwas Obst und Gemüse unters Futter mischst.

Hund beim Trinken

#11 Erhöhte Näpfe

Wenn sich das Trinkwasser knapp unter der Kopfhöhe befindet, dann kann es deutlich einfacher in den Mund fließen im Vergleich zu Wasser auf dem Boden. [6]

Das bringt Hunde nicht nur dazu mehr zu trinken, sondern erleichtert auch das Schlucken. Vor allem alten Vierbeinern tust du hier einen Gefallen, da sie sich weniger bücken müssen.

Glaubt man den Herstellern, dann sollen erhöhte Näpfe auch eine Magendrehung vorbeugen können und das Verschlucken verringern. Studien dazu habe ich allerdings keine gefunden.

#12 Spaßfaktor einbauen

In meiner Kindheit habe ich es geliebt mit meinem Labrador draußen im Garten mit dem Gartenschlauch zu spielen. Denn einerseits wollte er nie nass werden.

Andererseits musste er aber auch instinktiv immer nach dem Wasserstrahl schnappen. Statt einem Wasserschlauch kannst du aber auch eine solche Wasserfontäne bei Amazon kaufen.

Damit animierst du deinen Hund spielerisch zum Trinken und hast gleichzeitig noch jede Menge zu lachen. Schau dir einfach mal die Videos auf Amazon dazu auf.

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#13 Getrennte Näpfe

Hunde bilden instinktiv immer Hierarchien untereinander. Diese Eigenschaft haben sie von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt. In der Praxis kann das aber auch zu Problemen führen.

Insbesondere dann, wenn mehrere Hunde vom gleichen Napf essen und trinken sollen. Denn das triggert sofortiges Revier- und Territorialverhalten in Hunden.

Die Lösung? Bringe all deine Vierbeiner dazu, von getrennten Näpfen zu trinken. Dadurch kann selbst der rangunterste Hund gleich viel trinken wie der Alpha im Haushalt.

#14 Coolness bewahren

In einer Studie wurde das Trinkverhalten von Hunden bei 3 unterschiedlichen Wassertemperaturen getestet. Und Zwar bei 15°C, 25°C und 35°C.

Rund 65 % der Hunde bevorzugten das kälteste Wasser mit 15 °C, rund 25 % tranken vom Wasser mit Raumtemperatur und nur rund 10 % wählten warmes Wasser.

Selbst bei kälteren Außentemperaturen bevorzugten die meisten Hunde kaltes Wasser. Ein paar tägliche Eiswürfel können hier bereits ausreichen. [7]

Hund am Trinken

#15 Rohrwechsel

Sollte dein Haus vor 1973 gebaut worden sein, dann kann es unter Umständen Wasserleitungen aus Blei haben. Das Problem? Blei ist selbst in kleinen Mengen schädlich.

Hunde riechen das durch ihre gute Spürnase sogar raus und vermeiden daher tendenziell daraus zu trinken. Ein Rohrwechsel kann hier den Hund zum Trinken animieren.

In der Praxis erkennst du Bleileitungen meist daran, dass sie nicht verschraubt, sondern gelötet sind. Zudem ist es nicht magnetisch, sehr weich und bekommt leicht Kratzer.

#16 Hunde-Smoothies

Smoothies sind eine tolle Art das Essen und Trinken zu verbinden. Denn durch den hohen Wasseranteil nehmen Hunde hier ganz automatisch mehr Wasser zu sich. [8]

Aber Achtung! Rund 90 % der Rezepte online sind absolut unbrauchbar und würden nie von einem Hund freiwillig getrunken werden. Das folgende Rezept wird dein Hund aber lieben.

Wirf dafür rund 200 g Rindfleisch, eine mittelgroße gekochte Kartoffel und rund 150 ml salzfreie Rinderbrühe in den Mixer. Et voilà, fertig ist der Gaumenschmaus. 

Ursachen für eine geringe Trinkmenge

In einigen Fällen trinken Hunde auch krankheitsbedingt zu wenig. Hier gilt es durch die Behandlung der Ursache den Hund zum Trinken zu animieren:

  • Harnwegsinfektion: Eine Entzündung der Harnwege führt bei Hunden zu Schmerzen beim Urinieren. Wenig zu trinken ist hier eine vorbeugende Maßnahme.
  • Zahnschmerzen: Verschiedene Verletzungen oder Erkrankungen im Mund können zu einer gesteigerten Sensibilität auf kaltes Wasser führen.
  • Übelkeit: Wenn sich Hunde unwohl fühlen, dann fasten sie instinktiv. Dazu gehört aber nicht nur Futter, sondern auch Wasser.
  • Tumorerkrankung: Sollte sich im Rachen oder Hals ein Tumor bilden, dann kann das sowohl das Essen als auch das Trinken massiv einschränken. [9
  • Arthritis: Bei einigen Hunden sind die Gelenke so stark chronisch entzündet, dass der Weg zum Wassernapf sehr schmerzhaft ist. Medikamente können hier helfen.
  • Nierenerkrankung: Im Anfangsstadium sorgen Nierenprobleme für ein verringertes Durstgefühl. Hunde zum Trinken zu animieren ist hier besonders schwer.
  • Mandelentzündung: Bei einer bestehenden Mandelentzündung wird das Schlucken häufig so schmerzhaft, dass es Hunde ganz automatisch meiden.
  • Tollwut: Ungeimpfte Hunde können sich mit Tollwut anstecken. Eines der typischen Symptome davon ist, dass der betroffene Hund zu wenig trinkt
  • Kieferfraktur: Verletzungen am Kiefer können das Schlucken sowie die Wasseraufnahme erschweren oder gar unmöglich machen.
  • Kehlkopflähmung: Bei einer zunehmenden Lähmung des Kehlkopfs verschlucken sich Hunde beim Trinken ständig, weshalb sie es tendenziell vermeiden. [10]
  • Bestehendes Trauma: Sollte in der Vergangenheit während dem Trinken etwas Traumatisches passiert sein, dann bekommt der Hund stets negative Emotionen.
  • Probleme im Hypothalamus: Die Steuerzentrale im Kopf ist auch für den Wasserhaushalt verantwortlich. Es beeinflusst also auch gleichzeitig die Trinkmenge.

Sollte dein Hund in den letzten 24 Stunden nichts getrunken haben, dann rate ich sofort den Tierarzt aufzusuchen. Denn das kann schnell lebensgefährlich werden.

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.