Hund verschluckt sich oft | 6 Ursachen [2021]


Wenn sich Hunde oft verschlucken, dann geht das meist auf die Gier des Hundes zurück. Unter Umständen kann es jedoch auch auf Erkrankungen der Luftröhre oder des Kehlkopfs hinweisen. Vor allem Hunde mit einer kurzen Schnauze leiden häufiger darunter.

Von einem Verschlucken ist immer dann die Rede, wenn Wasser oder Nahrung nicht die Speiseröhre heruntergeht, sondern in die Luftröhre gelangt.

Sollte dein Hund den Anschein erwecken, dass er daran erstickt, dann gilt es sofort aktiv zu werden. Hier solltest du das “Heimlich-Manöver” durchführen.

Stehe dafür über deinen Hund und drücke auf den oberen Bauchraum, direkt unter den Rippen. Teilweise kann es auch helfen, die Hinterbeine dabei in die Luft zu halten. [1]

Ist es dagegen “nur” ein normales Verschlucken, dann darfst du auf Ursachenforschung gehen. Im Folgenden lernst du über die 6 häufigsten Ursachen sowie deren Symptome.

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#1 Gier des Hundes

Die mit Abstand häufigste Ursache für das Verschlucken ist zu schnelles Trinken oder Fressen. Vor allem gierige Rassen wie Labrador Retriever sind davon betroffen.

Aber auch das kannst du in den meisten Fällen vorbeugen, indem du dich im ersten Schritt mit den typischen Ursachen davon auseinandersetzt. Dazu gehören:

  • Zu lange Trink- und Fresspausen
  • Konkurrenz bei der Nahrungsaufnahme
  • Starke Aufgeregtheit
  • Angst, dass das Futter weggenommen wird
  • Hund wird beim Fressen gestreichelt [2]
Hund

Durch das Schlingen gelangt hier oft Futter oder Wasser in die Luftröhre, sodass sich der Vierbeiner verschluckt oder gar zu husten anfängt. Bewährte Lösungen sind hier:

Sollte es trotz dieser Maßnahmen häufiger zu Problemen kommen, dann liegt die Ursache vermutlich woanders. Hier gilt es proaktiv vorzugehen. [3]

Wenn gierige Hunde ihr Essen herunterschlingen oder zu schnell fressen, dann verschlucken sie sich ständig. Häufig wird es auch durch die Konkurrenz mit anderen Haustieren ausgelöst. Hierzu gibt es auch bereits tolle Produkte, die genau das vorbeugen können.

#2 Hypoplastische Luftröhre

Wenn die Luftröhre aus genetischen Gründen oder gar Entwicklungsstörungen zu schmal ist, dann sprechen Mediziner auch von einer “hypoplastischen Luftröhre”.

Am häufigsten ist diese genetische Anomalie bei Hunden mit einem flachen Gesicht zu finden. Hundekenner sprechen hier von den “brachycephalen Rassen”. Beispiele davon sind:

  • Bulldoggen
  • Malteser
  • Mops
  • Yorkshire Terrier
  • Pekingese [4]

Unter anderem kann das auch zu Problemen am Kehlkopf führen, sodass sich Hunde oft verschlucken. Weitere typische Symptome sind hier:

  • Laute Atmung
  • Schnelle Erschöpfung
  • Häufiges Husten
  • Hund atmet schnell
  • Kollaps bei Anstrengung
  • Regelmäßige Lungenentzündung
  • Röchelnde Atmung [5]

Zur Diagnose wird hier meist eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Behandlung erfolgt jedoch individuell je nach Ausprägung. In schweren Fällen kann eine OP nötig sein.

Wenn sich die Luftröhre von Hunden in jungen Jahren nicht richtig entwickelt oder sie genetisch bedingt zu schmal ist, dann macht sich das meist bemerkbar. Unter anderem führt es dazu, dass betroffene Hunde häufig husten und sich ständig beim Trinken verschlucken. 

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#3 Zwingerhusten

Was umgangssprachlich als Hundegrippe bekannt ist, wird von Tierärzten meist Zwingerhusten genannt. Der medizinische Ausdruck ist aber “infektiöse Tracheobronchitis”.

In den meisten Fällen wird diese Entzündung der Luftröhre durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Ein einfaches Einatmen reicht hier teilweise bereits aus. [6]

Zudem können tiefe Temperaturen, Stress und Reizstoffe wie Zigarettenrauch das Risiko stark erhöhen. Typische Symptome von Zwingerhusten sind:

Hund

Wichtig ist hier, dass du bei Verdacht deinen Hund von anderen Tieren isolierst. Denn die Infektion ist zwar nicht auf Menschen, aber dafür auf Tiere übertragbar.

In den meisten Fällen ist hier keine Behandlung nötig und die Symptome verschwinden innerhalb weniger Wochen von selbst. Zur Not kann auch Antibiotika eingesetzt werden. [8]

Wenn sich die Luftröhre von Hunden entzündet, dann kann das unter anderem auch den Kehlkopf beeinträchtigen. In der Praxis ist es meist daran zu erkennen, dass der betroffene Vierbeiner stark hustet, sich oft verschluckt und allgemein antriebslos wirkt.

#4 Verschluckter Fremdkörper

Wenn sich größere Gegenstände im Hals und Rachenbereich verfangen, dann kann das schnell lebensbedrohlich werden. Typische Ursachen hiervon sind:

  • Tischtennisbälle
  • Ganze Kartoffeln
  • Knochenstücke
  • Maiskolben
  • Essensverpackungen
  • Golfbälle [9]

Am häufigsten ist es daran zu erkennen, dass der betroffene Hund ständig würgt, Atemprobleme bekommt oder sich oft verschluckt. Weitere Symptome sind:

  • Häufiges Husten
  • Hund reibt sich am Maul
  • Starker Speichelfluss
  • Unruhiges Verhalten
  • Kurzatmigkeit
  • Hund verweigert Futter
  • Laute Atmung [10]

Bei kleineren Fremdkörpern löst sich das Problem auch manchmal von selbst. Unter Umständen lässt es sich auch vom Herrchen entfernen.

Sollte es jedoch zu Atemproblemen kommen und der Hund immer unruhiger werden, dann rate ich umgehend den Tierarzt aufzusuchen. Ansonsten besteht Erstickungsgefahr.

Wenn Hunde aus Versehen unverdauliche Dinge oder zu große Nahrungsstücke verschlucken, dann können diese im Hals stecken bleiben. Unter anderem ist es an einem Würgereiz, einem Husten, ständigem Verschlucken und unruhigem Verhalten erkennbar.

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#5 Kehlkopflähmung

Der Kehlkopf verbindet den Rachen mit der Luftröhre. Damit übernimmt er nicht nur bei der Atmung, sondern auch beim Trinken und Fressen eine Schlüsselrolle ein.

Das Problem? Bei einigen Hunden verlieren die Nerven am Kehlkopf zunehmend ihre Funktion. Statistiken zufolge sind folgende Rassen am häufigsten davon betroffen:

  • Labrador Retriever
  • Irish Red Setter
  • Siberian Husky
  • Bull Terrier
  • Bouvier des Flandres
  • Dalmatiner [11]
Hund

Das Gute daran ist, dass diese Art von Lähmung sehr schleichend eintritt und nicht abrupt. Es äußern sich daher im Zeitverlauf immer mehr der typischen Symptome:

  • Chronischer Husten
  • Ständiges Verschlucken
  • Schnelle Atemfrequenz
  • Hund röchelt beim Atmen
  • Kollaps bei Anstrengung
  • Bläuliche Schleimhäute
  • Veränderte Stimmhöhe [12]

Nicht in allen Fällen ist hier eine ärztliche Behandlung notwendig. Bei schweren Atemproblemen können jedoch Medikamente oder eine operative Korrektur vonnöten sein.

Wenn der Kehlkopf des Hundes zunehmend gelähmt ist und seine Funktionsfähigkeit verliert, dann macht sich das auch oft durch Probleme beim Atmen, Fressen und Trinken bemerkbar. Zu erkennen ist es meist an einem häufigen Verschlucken und einer lauten Atmung.

#6 Luftröhrenkollaps

Normalerweise wird die Luftröhre bei gesunden Hunden durch eine Kette von Knorpeln weit gehalten. Manchmal fällt die Luftröhre jedoch aus ungeklärten Gründen zusammen.

Betroffen sind auch hier meist jene Hunderassen, die eine kurze Schnauze haben – die brachycephalen Rassen. Insbesondere kleine Exemplare trifft es häufig:

  • Shih-Tzu
  • Französische Bulldogge
  • Malteser
  • Pekingese
  • Cavalier King Charles Spaniels
  • Mops [13]

In der Praxis führt es meist dazu, dass die Atmung zunehmend schneller wird und sich der Hund ständig beim Trinken verschluckt. Weitere klassische Anzeichen davon sind:

  • Bläuliche Schleimhäute
  • Häufiges Husten
  • Hund atmet schwer
  • Keuchen und Röcheln
  • Hund kollabiert [14]

Zur Diagnose reicht meist bereits eine Ultraschalluntersuchung aus. In einfachen Fällen können Medikamente ausreichen. Bei Atemnot kann aber auch eine OP notwendig sein. [15]

Hunde mit einem Luftröhrenkollaps bekommen meist zunehmende Atemprobleme und husten häufig. Unter Umständen kann ein solcher Kollaps aber auch den Kehlkopf beeinflussen und zu einem ständigen Verschlucken führen. Zudem tritt es schleichend ein.

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.