Hund trinkt zu wenig | 8 Ursachen & Lösung [2021]


Wenn Hunde plötzlich zu wenig trinken, dann kann das auf Verletzungen, Erkrankungen oder eine Änderung in den Lebensgewohnheiten zurückgehen. Teilweise sind dafür auch starker Stress, Angst, die Wasserqualität oder gar Krebserkrankungen verantwortlich.

Wasser ist für Hunde deutlich wichtiger als Futter. Denn ohne Futter können Hunde teilweise bis zu 3 Wochen überleben. Ohne zu trinken, überleben sie dagegen meist nur 2-3 Tage. [1]

In der Praxis führt bereits ein geringer Flüssigkeitsmangel von 1 % zu sichtbaren Symptomen. Typische Beispiele sind hier:

  • Ständiges Hecheln
  • Penetranter Uringeruch
  • Energielosigkeit
  • Trockenes Zahnfleisch
  • Dunkler Urin
  • Dickflüssiger Speichel
  • Eingesunkene Augen
  • Trockene Nase
  • Nachlassende Hautelastizität
  • Geringe Harnmenge [2]

Bei einer starken Dehydrierung kann es auch zu permanenten Organschäden und dem Tod führen. Denn der Körper des Hundes besteht zu rund 80 % aus Wasser.

Wenn Hunde zu wenig trinken, dann stellt sich zunächst die Frage: Wie viel ist genug? Studien zufolge sollen bei Hunden 60-80 ml Wasser pro kg Körpergewicht ideal sein. [3]

Körper-
Gewicht
Empfohlene
Trinkmenge
2 kg120 – 160 ml
4 kg240 – 320 ml
6 kg360 – 480 ml
8 kg480 – 640 ml
10 kg600 – 800 ml
15 kg900 – 1200 ml
20 kg1200 – 1600 ml
25 kg1500 – 2000 ml
30 kg1800 – 2400 ml
35 kg2100 – 2800 ml
40 kg2400 – 3200 ml
45 kg2700 – 3600 ml
50 kg3000 – 4000 ml

Wie lange Hunde ohne Wasser aushalten, ist primär von der Gesundheit, der Außentemperatur, der Art des Futters und dem Aktivitätslevel abhängig.

Sollte dein Hund im Vergleich zu diesen Empfehlungen viel zu wenig trinken, dann kann das an den folgenden Ursachen liegen.

  • Futterumstellung: Wenn Hunde plötzlich Nassfutter oder eine BARF bekommen, dann nehmen sie bereits übers Futter reichlich Wasser zu sich.
  • Schlechte Wasserqualität: Bei alten Wasserleitungen befindet sich häufig giftiges Blei im Wasser, das Hunde mit ihrer Nase herausschmecken können. 
  • Wenig Gelegenheiten: Wenn sich der Trinknapf weiter weg vom Aufenthaltsort befindet, dann trinken Hunde ganz automatisch weniger.
  • Jahreszeiten: Hunde trinken im Sommer und dem Frühling aufgrund der Hitze tendenziell mehr und im Winter und Herbst weniger. [4]
  • Neue Umgebung: Nach einem Umzug oder bei einem Ausflug verändern sich auch die Trinkgewohnheiten von Hunden. Hier muss er sich erst wohlfühlen.
  • Verletzungen: Wenn aktive Rassen sich plötzlich verletzten und nur noch herumliegen, dann verringert das auch stark den Flüssigkeitsbedarf.
  • Verschmutzung: Einige Hunde trinken selbst Dreckwasser, bei anderen muss es dagegen komplett klar und frisch sein, damit sie davon trinken.
  • Konkurrenz: Wenn mehrere Haustiere den gleichen Trinknapf teilen, dann kann es das Territorialverhalten triggern. Der Schwächere geht deshalb oft leer aus.
  • Stressiger Ort: Sollte sich der Trinknapf direkt neben einer lauten Waschmaschine befinden, dann hält das insbesondere ängstliche Hunde vom Trinken ab. [5]
  • Hohes Alter: Der Wasserhaushalt wird primär im Hypothalamus gesteuert. Im Alter verlieren die Nervenbahnen aber teilweise ihre Funktion, sodass die Reize nicht ankommen.

Sollte dein Hund für ganze 24 Stunden nicht nur zu wenig, sondern nichts trinken, dann rate ich umgehend den Tierarzt aufzusuchen.

Hund trinkt

Zudem können die folgenden 9 Tipps helfen, um deinen Hund zum Trinken zu animieren:

  • #1 Nassfutter: Durch Nassfutter oder eine “Biologisch artgerechte Rohfütterung” (BARF) nimmt dein Hund ganz automatisch mehr Wasser zu sich.
  • #2 Geschmack: Eine salzfreie Knochenbrühe, der Saft einer Thunfischdose oder Milch können als Motivation zum Trinken vollkommen ausreichen.
  • #3 Reiseequipment: Für unterwegs empfehle ich eine solche Trinkflasche oder ein solcher faltbarer Reisenapf. Zwei absolute Must-haves für jeden Hundebesitzer.
  • #4 Kaltes Wasser: Die meisten Hunde bevorzugen kaltes Wasser. Ein paar Eiswürfel im Wasser können daher zu einer höheren Trinkmenge führen.
  • #5 Mehr Näpfe: Je mehr Gelegenheiten ein Hund zum Trinken bekommt, desto mehr wird er auch automatisch trinken. [6]
  • #6 Tägliche Reinigung: Hunde vermeiden häufig verschmutztes Wasser. Sorge daher dafür, dass die Trinknäpfe stets mit frischem Wasser gefüllt sind.
  • #7 Trinkbrunnen: Der Trinkmechanismus von Hunden ist dem unseren stark unterlegen. Mithilfe eines solchen Trinkbrunnens trinken sie aber automatisch mehr.
  • #8 Kalte Belohnung: Ein paar Leckerlis in Eiswürfeln bieten nicht nur Spielspaß, sondern sorgen auch gleichzeitig für eine höhere Trinkmenge.
  • #9 Napfwechsel: Häufig gibt das Material des Napfes dem Wasser einen Eigengeschmack. Teste daher Edelstahl, Glas, Keramik oder Kunststoff.

Sollten all diese Tipps nicht helfen, dann können unter Umständen auch die folgenden 8 Erkrankungen für die geringe Trinkmenge verantwortlich sein.

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#1 Harnwegsinfektion

Harnwegsinfektionen gehören Statistiken zufolge zu den häufigsten Erkrankungen von Hunden. Jeder 7. Hund soll es mindestens ein Mal im Leben bekommen. [7]

Vor allem Hündinnen sind hiervon betroffen, da ihre Harnröhre im Vergleich zu Rüden deutlich kürzer ist. Bakterien können daher einfacher von außen eindringen.

Eine solche Entzündung führt unter anderem dazu, dass das Pinkeln schmerzhaft wird. Betroffene Hunde wollen das vermeiden, indem sie zu wenig trinken. Typische Symptome sind hier:

  • Penetranter Uringeruch
  • Ständiges Lecken der Genitalien
  • Fiepen während dem Pinkeln
  • Hund verliert Urin
  • Hund muss ständig pinkeln
  • Trüber oder blutiger Urin
  • Antriebslosigkeit [8]

Neben Bakterien können auch Pilze, Viren oder sonstige Erkrankungen eine Harnwegsinfektion auslösen. Die Ursache bestimmt hier auch die Behandlung.

Bei Bakterien wird meist Antibiotika empfohlen, bei Pilzen können auch teilweise Cremes helfen. In allen Fällen solltest du hier jedoch den Tierarzt aufsuchen. [9]

Durch eine Infektion des Harntrakts verursacht das Urinieren bei Hunden meist starke Schmerzen. Betroffene Vierbeiner wollen das vermeiden, indem sie mit Absicht zu wenig trinken. Zudem lässt es sich auch daran erkennen, dass sie sich ständig den Intimbereich ablecken.

#2 Zahnschmerzen

Hunde leiden leider häufig still vor sich hin. Das ist eine Eigenschaft, die sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Denn Wölfe und Hunde sind zu 99,9 % genetisch identisch. [10]

Bei Wölfen ist das stille Leiden ein Sicherheitsmechanismus, weil geschwächt aussehende Wildtiere häufig das Opfer anderer Raubtiere werden. Typische Ursachen davon sind:

  • Übermäßiger Zahnstein
  • Splitter im Zahnfleisch
  • Löcher im Zahn
  • Entzündetes Zahnfleisch
  • Abgebrochener Zahn [11]
Hund trinkt Wasser

Betroffene Hunde trinken hier tendenziell zu wenig, dass sie häufig sehr sensitiv auf kaltes Wasser reagieren. Klassische Anzeichen von Zahnproblemen sind:

  • Hund verweigert Futter
  • Starkes Sabbern
  • Einseitiges Kauen
  • Ständiges Fiepen
  • Hund starrt Fressen an
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Aggressives Verhalten [12]

In Abhängigkeit der Ursache können Hunde hier sehr starke Schmerzen haben. Hier solltest du bei Verdacht daher umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Bei bestehenden Problemen an den Zähnen reagieren Hunde meist sehr sensitiv auf kaltes Wasser. Um eventuelle Schmerzen zu vermeiden, trinken sie daher mit Absicht nicht viel. Zahnschmerzen sind oft auch daran zu erkennen, dass der Hund berührungsempfindlich wird.

#3 Übelkeit

Im Vergleich zu Menschen haben Hunde deutlich häufiger mit Übelkeit zu kämpfen. Das ist evolutionär bedingt. Denn Hunde stammen ursprünglich von reinen Fleischfressern ab.

Erst durch die Zähmung wurden Hunde zunehmend zum Allesfresser. Ihr Verdauungssystem ist aber trotzdem im Vergleich sehr primitiv und kann schnell überfordert werden.

Übelkeit und Erbrechen sind hier ein Schutzmechanismus, um das vorzubeugen. Und ist ihnen erst einmal schlecht, dann ist Trinken das letzte, was sie wollen. Weitere Symptome sind:

  • Antriebsloses Verhalten
  • Ständiges Hecheln
  • Zu geringe Trinkmenge
  • Häufiges Schlucken
  • Ablecken der Lippen
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhiges Verhalten [13]

Bei bestehender Übelkeit fasten Hunde ganz automatisch. Du brauchst also nicht extra die Näpfe zu entfernen. Die häufigsten Ursachen davon sind:

  • Fressen von Gras
  • Lebensmittelintoleranzen
  • Reinigungsmittel verschluckt
  • Nieren- und Lebererkrankungen
  • Lebensmittelallergien
  • Zu schnelles Fressen
  • Schlingen und Überfressen
  • Giftige Pflanzen [14]

Sollte es am gewöhnlichen Futter liegen, dann rate ich einen solchen Futtercheck zu machen. Dort erhältst du individuelle Empfehlungen sowie kostenlose Futterproben.

Bei einer einmaligen Übelkeit besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Sollte es jedoch zum Dauerzustand werden, dann rate ich den Tierarzt aufzusuchen.

Wenn Hunde mit Übelkeit zu kämpfen haben, dann fasten sie vollkommen automatisch. Zu erkennen ist es daran, dass der sonst hungrige Hund plötzlich Futter verweigert oder zu wenig trinkt. Zudem lecken betroffene Vierbeiner häufig ihre Lippen und hecheln viel.

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#4 Bestehendes Trauma

Ein psychisches Trauma entsteht dadurch, dass der Hund in der Vergangenheit etwas erlebt hat, dass zu starken negativen Emotionen geführt hat oder er fast gestorben ist.

Anschließend führen ähnliche Situationen meist zu starker Angst oder gar Panik. Es handelt sich dabei lediglich um einen Schutzmechanismus, um die gleiche Situation vorzubeugen.

Zum Problem wird es vor allem dann, wenn dein Hund in der Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis kurz vor, während oder nach dem Trinken erlebt haben. [15]

Denn dann assoziiert er das Trinken mit etwas Negativem. Insbesondere dann, wenn es sehr jungen Jahren passiert ist. Betroffene Hunde trinken daher aus Angst nicht viel.

Hund beim Trinken

Bei Streuern und Hunden aus dem Tierheim kommt das öfter vor. Die Lösung ist folglich das Trinken wieder mit etwas Positivem zu verbinden:

  • Gib deinem Hund nach dem Trinken ein Leckerli
  • Lobe deinen Hund jedes Mal, wenn er etwas trinkt [16]

Hier solltest du Geduld mitbringen. Denn bestehende Traumas lösen sich nicht von heute auf morgen in Luft auf. Aber mit genügend Konsistenz sollte sich das Problem lösen.

Wenn Hunde während dem Trinken in der Vergangenheit etwas Traumatisches erlebt haben, dann kann sich das auch auf das künftige Trinkverhalten auswirken. Hier ist Angst die Ursache dafür, dass der Hund zu wenig trinkt. Durch positives Feedback kann das aber gelöst werden.

#5 Arthritis

Wenn die Gelenke des Hundes chronisch entzündet sind, dann sprechen Mediziner auch von Arthritis. Vor allem alte und große Vierbeiner sind davon betroffen.

Arthritis ist so häufig, dass Studien zufolge ganze 20 % aller Hunde damit zu kämpfen haben. [17] Aber was genau hat das jetzt mit der Trinkmenge zu tun?

Nun, wenn das Aufstehen und Laufen sehr große Schmerzen verursacht, dann gehen betroffene Hunde auch seltener zum Trinknapf. Typische weitere Symptome sind hier:

  • Steifer Laufstil
  • Geschwollene Gelenke
  • Stöhnen beim Aufstehen
  • Hund vermeidet Treppen
  • Geringere Aktivität
  • Hund trinkt zu wenig
  • Ständiges Lecken der Gelenke
  • Abneigung vor Sprüngen [18]

Eine Heilung gibt es hier bislang leider noch nicht. Dafür lassen sich die Beschwerden von Arthritis mithilfe von Medikamenten sehr gut behandeln.

Zudem hilft es in den meisten Fällen auch die Ernährung und das Aktivitätslevel krankheitsgerecht anzupassen. Der Tierarzt kann hier weiterhelfen.

Hunde mit Arthritis bekommen beim Laufen häufig so starke Schmerzen, dass sie den Weg zum Trinknapf meiden und zu wenig trinken. Zu erkennen ist es auch meist daran, dass betroffene Vierbeiner steif laufen, Treppen meiden und geschwollene Gelenke haben.

#6 Nierenerkrankung

Die Nieren sind bei Hunden primär für das Reinigen und Filtern des Körpers zuständig. Unter anderem produzieren sie auch Urin, um Schad- und Abfallstoffe abzusondern.

Bei alten Hunden sind Nierenprobleme meist chronisch und entstehen durch eine zunehmende Abnutzung. Bei jungen Hunden liegt es oft an Vergiftungen.

Vor allem dann, wenn der Hund aus Versehen Reinigungsmittel, Medikamente oder sonstige Chemikalien verschluckt hat. Typische Symptome sind hier:

  • Übelkeit und Übergeben
  • Blasses Zahnfleisch
  • Erhöhte oder verringerte Trinkmenge
  • Starker Mundgeruch
  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhter oder verringerter Harndrang
  • Koordinationsprobleme [19]
Hund am Trinken

Im Anfangsstadium trinken Hunde hier meist zu wenig. Im fortgeschrittenem Stadium nimmt die Trinkmenge dann immer mehr zu. Bei Verdacht solltest du hier den Tierarzt konsultieren.

Ob und wie gut sich die Nierenprobleme behandeln lassen, ist von der Ursache abhängig. In milden Fällen kann sich das Problem auch teilweise von selbst lösen.

Hunde mit bestehenden Nierenerkrankungen trinken zu Beginn häufig nicht viel. Mit dem Fortschreiten der Krankheit nimmt aber dann die Trinkmenge immer mehr zu. Zudem lassen sich Nierenprobleme meist an einem blassen Zahnfleisch und Appetitlosigkeit erkennen.

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#7 Mandelentzündung

Die Mandeln sind ein Teil des natürlichen Immunsystems. Denn sie halten Keime und sonstige Krankheitserreger vom Eindringen in den Körper ab.

Einfache Keime können sie sogar an Ort und Stelle durch ihre hohe Konzentration an weißen Blutkörperchen abtöten. Leider infizieren sich Mandeln aber auch häufiger selbst.

Das Resultat? Das Schlecken schmerzt. Aus diesem Grund trinken betroffene Hunde auch häufig zu wenig. Weitere typische Symptome sind:

  • Probleme beim Schlucken
  • Hund starrt seine Näpfe an
  • Geschwollene Mandeln
  • Hund verweigert zu fressen
  • Laute Schluckgeräusche
  • Ständiges Ablecken der Lippen
  • Starke Speichelbildung [20]

In den meisten Fällen sind bakterielle Infektionen im Mundraum dafür verantwortlich. Unter Umständen kann es jedoch auch durch ständiges Erbrechen verursacht werden.

Zur Behandlung reinigt der Tierarzt zunächst den Mundraum und verschreibt anschließend Antibiotika. Damit sollte sich die Entzündung binnen weniger Tage auflösen. [21]

Hunde bekommen bei einer Mandelentzündung zunehmende Schmerzen beim Schlucken. In der Praxis für es häufig dazu, dass Hunde zu wenig fressen und trinken. Zu erkennen ist es auch meist daran, dass der Hund beim Schlucken eigenartige Geräusche von sich gibt.

#8 Kieferfraktur

Unfälle gehören bei Hunden zu den häufigsten Todesursachen. Vor allem bei Hunden mit einer langen Schnauze kommt es öfter zu Verletzungen am Kiefer.

Das Problem? Sowohl das Ober- als auch das Unterkiefer spielen beim Essen und Trinken eine zentrale Rolle. Eventuelle Brüche können das Trinkverhalten daher stark einschränken.

Zu erkennen sich solche Frakturen meist daran, dass es zu Schwellungen kommt und der Hund sein Kiefer nicht mehr vollends öffnen und schließen kann. Weitere Symptome sind:

  • Starkes Sabbern
  • Hund trinkt nicht viel
  • Blut im Mund
  • Hund kratzt sich am Maul
  • Winseln und Fiepen
  • Hund frisst nicht
  • Berührungsempfindlichkeit [22]
Trinkender Hund

In den meisten Fällen sind Unfälle mit Autos und Fahrrädern dafür verantwortlich. In seltenen Fällen kann es auch auf Erkrankungen oder Kämpfe mit anderen Hunden zurückgehen.

Ohne eine Behandlung kann eine Kieferfraktur aufgrund des Flüssigkeitsmangels lebensgefährlich werden. Hier rate ich dringend den Tierarzt aufzusuchen. [23]

Frakturen am Ober- und Unterkiefer können sowohl das Essen als auch das Trinken erschweren. Zu den häufigsten Symptomen gehören hier Schwellungen an der Schnauze und Blut im Maul. Zudem fressen und trinken betroffene Hunde meist zu wenig.

Seltenere Ursachen
  • Tollwut: Nach einer Tollwutinfektion trinken Hunde zu Beginn deutlich weniger Wasser. In Deutschland gehört Tollwut aber zu den Pflichtimpfungen.
  • Erkrankungen im Hypothalamus: Wenn die Steuerzentrale des Gehirns nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, dann kann auch der Wasserhaushalt darunter leiden.
  • Kehlkopflähmung: Hunde mit einer Kehlkopflähmung verschlucken sich beim Trinken ständig und verringern daher auch ihre Trinkmenge.
  • Angststörungen: Bei starker Angst sind Hunde teilweise so stark mit ihren Emotionen beschäftigt, dass sie das Trinken völlig vergessen.
  • Tumorerkrankung: Ein Tumor im Hals und Rachenbereich kann das Schlucken erschweren und beim Trinken zu Schmerzen führen. [24]

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.