Hund atmet schnell | 15 Ursachen & Lösung [2021]


Wenn Hunde plötzlich schnell atmen, dann kann das auf Asthma, allergische Reaktionen oder Vergiftungen hinweisen. Unter anderem kann es aber auch auf eine Bronchitis, das Cushing-Syndrom, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Herzschwäche zurückgehen.

Bei körperlicher Anstrengung ist es vollkommen normal, dass die Atemfrequenz zunimmt. Im Ruhezustand sollte er jedoch im Schnitt zwischen 15 und 30 Mal pro Minute atmen. [1]

Für das Messen reicht eine Stoppuhr und eine Strichliste aus. Zudem ist zu berücksichtigen, dass kleine und junge Vierbeiner tendenziell schneller atmen als große und alte Hunde. 

Sollte dein Hund ungewöhnlich schnell atmen, dann kann das ein Anzeichen auf die folgenden 15 Ursachen sein.

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Mache hier einen Futtercheck.

#1 Asthma

Wenn die Atemwege des Hundes chronisch entzündet sind und deshalb überempfindlich reagieren, dann sprechen Mediziner von “Asthma”.

Bereits kleinste Reizungen wie beispielsweise durch Hitze, Allergene oder Anstrengung kann hier zu anfallsartiger Luftnot führen. Typische Auslöser davon sind:

  • Schimmelsporen
  • Katzenhaare
  • Insektizide
  • Zigarettenrauch
  • Pollen und Gräser
  • Raumdüfte [2]
Hund

Bei Kontakt schwellen meist die Atemwege zu, sodass Hunde sehr schnell atmen müssen, um die Sauerstoffversorgung aufrechtzuerhalten. Weitere klassische Anzeichen sind:

  • Starkes Hecheln
  • Appetitlosigkeit
  • Plötzliches Husten
  • Schwere Atmung
  • Panisches Verhalten
  • Blasses Zahnfleisch
  • Energielosigkeit [3]

Derzeit gilt Asthma noch als unheilbar. Aus diesem Grund gilt es die potenziellen Auslöser so gut es geht vorzubeugen. Zudem können Medikamente die Beschwerden lindern.

Hunde mit Asthma bekommen beim Einatmen bestimmter Reizstoffe häufig anfallsartige Kurzatmigkeit. Zu erkennen ist es daran, dass der Hund stark hechelt, schnell atmet und das Zahnfleisch blasser wird. Normalerweise legt sich das innerhalb weniger Minuten von selbst. 

#2 Kehlkopflähmung

Die Bewegungen des Kehlkopfes werden durch die dortigen Muskeln kontrolliert. Sollten jedoch die Nerven an den Muskeln versagen, dann kann es zu einer Lähmung kommen.

Da der Kehlkopf für das Essen, Trinken und Atmen essenziell ist, kündigt sich eine solche Erkrankung auch meist frühzeitig an. Typische Anzeichen davon sind:

  • Stimmhöhe verändert sich
  • Häufiges Verschlucken beim Trinken
  • Verfärbung der Schleimhäute
  • Röchelnde Atmung
  • Ständiges Würgen und Husten
  • Hund atmet schnell
  • Probleme beim Fressen [4]

Glücklicherweise treten die Beschwerden hier meist schleichend ein. Die Ursache davon ist bislang unklar. Die folgenden Rassen sollen jedoch am häufigsten betroffen sein:

  • Labrador Retriever
  • Siberian Husky
  • Neufundländer
  • Golden Retriever
  • Berner Sennenhund
  • Dalmatiner [5]

Zu Beginn können die Beschwerden größtenteils noch durch Medikamente behandelt werden. Im Zeitverlauf kann jedoch auch eine operative Korrektur nötig sein.

Hunde mit einer Kehlkopflähmung bekommen meist zunehmende Probleme bei der Atmung. Unter anderem ist es daran zu erkennen, dass es beim Atmen zu röchelnden Geräuschen kommt, die Atemfrequenz zunimmt und sich der Hund ständig beim Trinken verschluckt.

#3 Brachycephales Syndrom

Heutzutage unterliegt die Züchtung von Hunden in Deutschland strengen Richtlinien. Früher war das anders. Das erklärt, warum es bis heute sehr viele “Qualzuchten” gibt.

Die “brachycephalen Rassen” sind hier das Paradebeispiel. Denn um die kurze Schnauze dieser Tiere zu erreichen, wurden Atemprobleme willentlich in Kauf genommen.

Oder anders ausgedrückt: Diese Rassen bekommen aufgrund ihrer Züchtung in der Vergangenheit häufiger Probleme. Die bekanntesten brachycephalen Rassen sind:

  • Englische Bulldogge
  • Boston Terrier
  • Mops
  • Chihuahua
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Pekingese [6]
Hund

Das Problem? In vielen Fällen sind die Nasenlöcher dieser Hunde zuchtbedingt so eng, dass sie viel schneller atmen müssen, um die gleiche Menge an Sauerstoff aufzunehmen.

Zudem ist auch häufig der Gaumen dieser Vierbeiner so lang, dass er die Atemwege verengt. Bei Hitze oder körperlicher Anstrengung kommt es daher häufiger zu Atemnot. [7]

Bei Hunden mit dem brachycephalen Syndrom sind zuchtbedingt die Nasenlöcher so eng, dass die betroffenen Vierbeiner deutlich schwerer und schneller atmen müssen. Teilweise sind die Probleme auch so stark, dass die Atemwege operativ geweitet werden müssen.

#4 Blutarmut

Nachdem über die Lungen der Sauerstoff aufgenommen wurde, wird er über das Blut in die entsprechenden Organe transportiert. Genauer gesagt mit den roten Blutkörperchen.

Bei einigen Hunden ist es jedoch so, dass der Anteil dieser Blutkörperchen so gering ist, dass ungenügend Sauerstoff in den Organen ankommt. Typische Ursachen davon sind:

  • Genetik
  • Cushing-Syndrom
  • Medikamente
  • Blutsaugende Parasiten
  • Infektionskrankheiten
  • Interne Blutungen [8]

Die schnelle Atmung ist hier lediglich der Versuch, trotz der mangelnden Sauerstoffversorgung alle Organe versorgen zu können. Weitere typische Symptome sind:

  • Ständige Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Kalte Ohren
  • Hund erschöpft schnell
  • Sich ändernde Stuhlfarbe
  • Blasses Zahnfleisch
  • Schneller Puls [9]

Um den Gehalt an roten Blutkörperchen zu bestimmen wird meist beim Arzt ein Bluttest durchgeführt. Mithilfe von Medikamenten lässt sich das in der Regel gut behandeln.

Bei Hunden mit Blutarmut kommt bei einer normalen Atmung zu wenig Sauerstoff im Körper an. Aus diesem Grund atmen betroffene Hunde ungewöhnlich schnell. Zu erkennen ist Blutarmut auch daran, dass der Vierbeiner ständig müde ist und viel schläft.

#5 Allergische Reaktion

Studien zufolge sollen bis zu 20 % aller Hunde unter Allergien leiden. Auslöser davon sind sogenannte “Allergene”. Zu den häufigsten Vertretern gehören hier:

  • Pollen und Gräser
  • Milch-, Getreide- und Sojaprodukte
  • Insektizide und sonstige Chemikalien
  • Proteine gewisser Fleischsorten
  • Raumdüfte und Parfüm [10]
Hund

Hier rate ich darauf zu achten, wann genau die Beschwerden eintreten. Denn das gibt häufig Rückschlüsse auf den potenziellen Auslöser. Typische Symptome von Allergien sind:

  • Starker Juckreiz
  • Schnelle Atmung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Eigenartige Atmung
  • Laufende Nase
  • Rötungen und Schwellungen
  • Durchfall [11]

Da es gegen Allergien keine Heilung gibt, gilt es die verantwortlichen Allergene zu meiden. Solltest du das Futter verdächtigen, dann rate ich einen solchen Futtercheck zu machen.

Dort bekommst du nicht nur individuelle Empfehlungen, sondern auch eine komplette Box mit Futterproben. Und das sogar komplett kostenlos – cooler geht es kaum!

Hunde mit Allergien bekommen häufig beim Kontakt mit den Allergenen Atemprobleme. Unter anderem ist es daran erkennbar, dass die Beschwerden abrupt eintreten, der Hund sich ständig kratzt, schnell atmet oder sich gar übergibt. Hier kann ein Allergietest helfen.

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#6 Herzschwäche

Auch das Herz spielt bei der Sauerstoffversorgung eine Rolle. Denn über die Lunge wird der Sauerstoff aufgenommen, das Herz-Kreislauf-System sorgt aber dann für die Verteilung.

Das Problem? Ist die Pumpe des Blutkreislaufs zu schwach, dann kommt zu wenig Sauerstoff in den Muskeln und Organen an. Typische Ursachen davon sind:

  • Herzmuskelerkrankung
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Herzwürmer
  • Bakterielle und virale Infektionen
  • Erkrankung der Herzklappen [12]

Auffällig ist hier, dass Hunde sowohl tagsüber als auch im Schlaf schnell atmen. Zudem kommt es auch meist noch zu weiteren krankhaften Symptomen. Dazu gehören:

  • Starkes Hecheln
  • Ständige Müdigkeit
  • Husten und Keuchen
  • Häufige Atemlosigkeit
  • Wasseransammlung im Bauch
  • Antriebslosigkeit [13]

Vor allem alte Hunde sind hiervon betroffen. Zur Diagnose wird meist ein EKG durchgeführt und das Blut untersucht. Hier solltest du in jedem Fall den Tierarzt aufsuchen.

Bei Hunden mit einer Herzschwäche ist häufig der gesamte Organismus etwas langsamer. Zu erkennen ist es meist daran, dass der Hund viel schläft, sehr schnell erschöpft ist und auch nahezu immer müde ist. Aber auch schnelles Atmen und ständiges Hecheln sind hier üblich.

#7 Cushing-Syndrom

Normalerweise werden nur dann größere Mengen an Stresshormonen ausgeschüttet, wenn sich Hunde in einer stressigen oder lebensbedrohlichen Situation befinden.

Beim Cushing-Syndrom werden jedoch dauerhaft zu hohe Mengen an Stresshormonen ausgeschüttet – völlig unabhängig von der Situation. Die Ursachen davon sind:

  • 80 % Tumor in der Hirnanhangsdrüse
  • 20 % Tumor in den Nebennieren [14]
Hund

Zu erkennen ist die Hormonstörung meist daran, dass Hunde plötzlich starken Durst bekommen, schnell atmen und ständig hecheln. Weitere klassische Symptome sind:

  • Starker Appetit
  • Haarausfall
  • Wiederkehrende Entzündungen
  • Krustige Haut
  • Geschwollener Bauch
  • Häufiger Harndrang [15]

Wenn der dahinterliegende Tumor frühzeitig entdeckt wird, dann kann er häufig operativ herausgeschnitten werden. Falls nicht, dann kommen meist Medikamente zum Einsatz.

Hunde mit einem Cushing-Syndrom haben konstant erhöhte Level an Stresshormonen. In der Praxis führt das dazu, dass sie ständig Durst haben, viel fressen und auch schneller atmen. Zudem führt es mit der Zeit auch zu Haarausfall und Wassereinlagerungen.

#8 Verengte Atemwege

Wenn die Atemwege verengt sind, dann kommt bei einer normalen Atemfrequenz zu wenig Sauerstoff im Körper an. Mögliche Ursachen davon sind:

  • Fremdkörper

Die natürliche Neugier von Hunden wird ihnen manchmal zum Verhängnis. Und zwar dann, wenn sie aus Versehen Dinge verschlucken und diese im Hals hängenbleiben.

  • Entwicklungsstörungen

Bei einigen Hunden entwickelt sich der Hals, Gaumen und Rachen nicht wie gewöhnlich. Eventuelle Anomalien können daher die Atmung erschweren. [16]

  • Entzündungen

Virale oder bakterielle Infektionen im Hals- und Rachenbereich können die Luftwege verengen. Betroffene Hunde atmen daher meist überdurchschnittlich schnell.

  • Insektenstiche

Jagdhunde schnappen häufiger nach Wespen, Bienen oder gar Hornissen. Stechen diese jedoch im Halsraum zu, dann können die Atemwege zuschwellen.

  • Tumorerkrankung

Tumore im Bereich der unteren und oberen Atemwege haben ab einer gewissen Größe auch meist Auswirkungen auf die Atmung des Vierbeiners. [17]

Verschluckte Fremdkörper, Schwellungen durch Entzündungen oder gar Insektenstiche können die Atemwege einengen und dadurch die Atmung erschweren. Seltener können auch Tumore oder Entwicklungsstörungen hinter der schnellen Atmung stecken.

#9 Vergiftungen

Auch wenn die Nachrichten häufiger von Giftködern sprechen, in Wirklichkeit stecken hinter Vergiftungen meist die Hundebesitzer selbst – nur eben nicht mit Absicht.

Der Grund? Anfänger gehen häufig davon aus, dass Lebensmittel aus ihrer alltäglichen Ernährung auch für Hunde gesund sein müssen. Folgende Lebensmittel sind jedoch toxisch:

  • Trauben, Rosinen und Wein
  • Walnüsse und Macadamianüsse
  • Bier, Hopfen und Alkohol
  • Lauch, Zwiebeln und Knoblauch
  • Schokolade und Kakaoprodukte [18]
Hund

Auch das Verschlucken chemischer Reinigungsmittel oder toxischer Pflanzen kann die Ursache davon sein. Zu den klassischen Anzeichen davon gehören:

  • Plötzliches Zittern
  • Schnelle Atmung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Hund bekommt Durchfall
  • Ablecken der Lippen
  • Ständiges Hecheln [19]

Hier solltest du bei Verdacht unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Denn selbst wenn die Vergiftung von alleine weggeht, so kann es zu permanenten Organschäden führen.

Wenn Hunde aus Versehen die falschen Lebensmittel oder sonstige toxische Dinge verschlucken, dann kann es zu Vergiftungen kommen. Unter anderem ist es daran zu erkennen, dass sie sich erbrechen, schnell atmen oder plötzlich Durchfall bekommen.

#10 Angst & Stress

Negative Emotionen wie Angst und Stress können zur Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol führen. Typische Auslöser für diese Emotionen sind:

  • Gewaltvoller Umgang
  • Anwesenheit fremder Menschen
  • Laute Geräusche
  • Fremde Umgebung
  • Besuch beim Tierarzt
  • Kontakt mit dominanten Hunden
  • Mangelnde Sozialisierung [20]

Unter anderem steigern diese Stresshormone jedoch auch die Herzfrequenz. Das erklärt, warum ängstliche Hunde auch schneller atmen. Weitere typische Anzeichen sind:

  • Hund meidet Blickkontakt
  • Eingezogene Rute
  • Hund hechelt und zittert
  • Nach hinten angelegte Ohren
  • Gebückte Körperhaltung
  • Hund versteckt sich [21]

Hier solltest du zunächst die Ursache identifizieren. Solltest du den Trigger nicht entfernen können, dann rate ich den Hund schrittweise daran zu gewöhnen.

Bei sehr ängstlichen Hunden oder Vierbeinern mit Demenz können auch beruhigende Medikamente sinnvoll sein. Ich persönlich sehe das aber mehr als letzte Option.

Wenn Hunde Angst und Stress verspüren, dann führt das erhöhte Level an Stresshormonen unter anderem auch zu einer schnelleren Atmung. Zu erkennen sind diese Emotionen meist daran, dass die betroffenen Vierbeiner unruhig werden, zittern und zu hecheln beginnen.

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#11 Bronchitis

Die unteren Atemwege werden von Mediziner auch als “Bronchien” bezeichnet. Wenn sich diese jedoch entzünden, dann ist von einer “Bronchitis” die Rede.

Zudem wird zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterschieden. Neben Allergien kommen hier auch noch weitere potenzielle Ursachen infrage:

  • Reizstoffe in der Luft
  • Wurmbefall
  • Bakterielle Entzündungen
  • Pilzbefall
  • Virale Infektionen [22]
Hund

Am ehesten ist eine Bronchitis daran zu erkennen, dass der Hund plötzlich zu husten beginnt, schnell atmet und röchelt. Weitere typische Anzeichen sind:

  • Erhöhter Puls
  • Plötzliches Sabbern
  • Ständiges Würgen
  • Antriebslosigkeit
  • Laufende Nase
  • Kurzatmigkeit [23]

Sollten Allergien hinter den Problemen stecken, dann rate ich einen Allergietest durchzuführen. Bei Entzündungen kommen dagegen meist Antibiotika zum Einsatz.

Bei Hunden mit entzündeten Bronchien schwellen die Atemwege zu, sodass sie deutlich schlechter Luft bekommen. Typisch ist hier, dass betroffene Hunde ständig husten, plötzlich würgen und schnell atmen. Auch ein erhöhter Puls sowie eine laute Atmung sind häufig.

#12 Hitzeschlag

Hunde haben von Natur aus eine leicht höhere Körpertemperatur als wir Menschen. Bei ihnen sind zwischen 38 und 39 °C vollkommen normal.

Jedoch können bereits 2 °C zu viel lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Aus diesem Grund solltest du deinen Vierbeiner nie im Sommer im Auto einschließen.

Im Gegensatz zu uns haben Hunde auch lediglich an den Pfoten Schweißdrüsen und haben ein Fell, das Hitze stark isoliert. Typische Anzeichen eines Hitzeschlags sind:

  • Exzessives Hecheln
  • Starker Durst
  • Schnelle Atmung
  • Hellrotes Zahnfleisch
  • Erhöhter Puls
  • Muskelzittern [24]

Hier gilt es im ersten Schritt den Hund zunächst herunterzukühlen. Um eventuelle Folgeschäden vorzubeugen, solltest du zudem umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Grundsätzlich gilt: Je länger der Hund überhitzt war, desto stärker sind die potenziellen Konsequenzen. Zur Vorbeugung rate ich im Sommer zu einer kühlenden Hundematte.

Ein Hitzeschlag kann bei Hunden dazu führen, dass sich ihr Puls erhöht, sie stark hecheln und ungewöhnlich schnell atmen. In den meisten Fällen geht es darauf zurück, dass sie in schlecht belüfteten und heißen Räumen wie beispielsweise dem Auto eingesperrt werden.

#13 Lungenentzündung

Die Lungen fungieren als eine Art Pumpe, um einerseits Sauerstoff aufzunehmen und andererseits auch Kohlendioxid auszustoßen.

Gelangen jedoch Viren und Bakterien in die Lunge, dann kann sich diese auch entzünden. Ärzte sprechen dann von einer “Pneumonie”. Weitere typische Ursachen sind:

  • Befall von Pilzen
  • Herz- und Lungenwürmer
  • Infektionen naheliegender Organe
  • Tumorerkrankungen der Lunge
  • Reizstoffe in der Luft [25]
Hund

Zu erkennen ist es meist daran, dass der Hund komisch atmet. Mit komisch ist gemeint, dass er unregelmäßig, ungewöhnlich laut oder schnell atmet. Weitere klassische Symptome sind:

  • Ständiges Husten
  • Schnelle Erschöpfung
  • Laufende Nase
  • Gewichtsverlust
  • Antriebslosigkeit
  • Fieber [26]

Da häufig Bakterien die Auslöser sind, reichen meist Antibiotika zur Behandlung aus. Hier solltest du jedoch in jedem Fall den Tierarzt aufsuchen, um Langzeitschäden zu minimieren.

Bei Hunden mit einer Lungenentzündung wird auch maßgeblich die Atmung beeinflusst. Unter anderem ist es daran zu erkennen, dass die betroffenen Vierbeiner schneller und lauter atmen. Auch häufiges Husten sowie antriebsloses Verhalten können darauf hinweisen.

#14 Luftröhrenkollaps

Bei gesunden Hunden wird die Luftröhre mithilfe von Knorpeln und Muskelsträngen weit gehalten. Bei einigen Rassen klappt sie jedoch im zunehmendem Zeitverlauf zusammen.

Dieser sogenannte “Luftröhrenkollaps” tritt vermehrt bei kleinen Rassen auf, die ein flaches Gesicht und eine kurze Schnauze haben. Typische Beispiele davon sind:

  • Mops
  • Affenpinscher
  • Malteser
  • Bulldoggen
  • Yorkshire Terrier
  • Shih-Tzu [27]

Glücklicherweise kommt es zu einem solchen Kollaps nicht von heute auf morgen. Vielmehr verläuft es schleichend. Zu erkennen ist es meist an den folgenden Symptomen:

  • Schwerfällige Atmung
  • Husten beim Hochheben
  • Hund atmet schnell
  • Würgen und Erbrechen
  • Hund bekommt schlechter Luft
  • Bläuliche Schleimhäute
  • Häufiges Verschlucken [28]

Zu Beginn ist es häufig möglich mithilfe von Medikamenten die Luftröhre weit zu stellen. Bei starken Beeinträchtigungen kann aber auch eine operative Korrektur vonnöten sein.

Wenn Hunde an einem Luftröhrenkollaps leiden, dann ist das meist daran zu erkennen, dass die Atmung zunehmend schneller und schwerfälliger wird. Hiervon sind primär kleine brachycephale Rassen betroffen. Zudem treten die Beschwerden eher schleichend ein.

#15 Schilddrüsenüberfunktion

Eine der Schlüsselfunktionen der Schilddrüse ist die Produktion von Hormonen – genauer gesagt der Schilddrüsenhormone. Bei einer Überfunktion werden davon zu viele produziert.

Das hat zur Folge, dass sämtliche Stoffwechselprozesse auf Hochtouren laufen und auch alle Organe mit Vollgas laufen. Die häufigsten Ursachen davon sind:

  • Schilddrüsenkrebs
  • Medikamente
  • Rohfütterung [29]
Hund

Zu erkennen ist es meist daran, dass der Hund schneller atmet, einen hohen Puls hat und ungewöhnlich viel Wasser trinkt. Weitere typische Anzeichen davon sind:

  • Chronischer Durchfall
  • Geschwollenes Gesicht
  • Hyperaktivität
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Häufiger Harndrang
  • Gewichtsverlust [30]

Da in den meisten Fällen ein Tumor die Ursache ist, wird oft eine Operation durchgeführt. Hat der Krebs jedoch bereits gestreut, dann kommen auch Medikamente zum Einsatz.

Bei Hunden mit einer Schilddrüsenüberfunktion läuft der gesamte Organismus stets auf Hochtouren. Unter anderem kommt es dabei zu einer erhöhten Herzfrequenz, einer schnellen Atmung sowie Hyperaktivität. Auch Verdauungsprobleme sind hier häufig.

Seltene Ursachen
  • Zeckenbiss
  • Hypokalzämie
  • Lebendige Träume
  • Nasenschleimhautentzündung
  • Wasser in der Lunge
  • Lungentumor [31]

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Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.