Muttermal beim Hund | Hautkrebs oder Leberfleck?


Hunde können ebenfalls Muttermale bekommen, die im Vergleich zur Haut deutlich dunkler sind. In den meisten Fällen sind sie kein Grund zur Sorge und lediglich ein optisches Problem. Teilweise werden sie jedoch auch mit dem schwarzen Hautkrebs verwechselt. 

Grundsätzlich wird “Leberfleck” hier als Synonym verwendet. Mediziner benutzen dagegen den Fachausdruck “Pigmentnavüs” oder sprechen in der Mehrzahl von “Nävi”.

Gemeint ist damit aber das Gleiche. Es handelt sich in beiden Fällen um gutartige Wucherungen von pigmentbildenden Zellen. Sie sind also zumeist harmlos. [1]

Das erklärt auch, warum Muttermale meist eine hell- bis dunkelbraune Farbe haben. Im englischsprachigen Raum werden sie auch fälschlicherweise als “Geburtsmale” bezeichnet.

Denn Hunde können Muttermale sowohl angeboren haben, als auch erwerben. Angeborene Muttermale bestehen bereits bei der Geburt, können sich aber nachträglich noch ändern.

Hund

In den meisten Fällen werden sie mit der Zeit etwas größer, heller oder dunkler. Die Oberfläche ist dabei oft ähnliche wie eine Warze, kann aber auch vollkommen glatt sein.

Erworbene Leberflecken entstehen meist während der Entwicklungsphase des Hundes. In Abhängigkeit der Rasse sind Hunde meist nach 6-24 Monaten ausgewachsen.

Muttermale sind gutartige Fehlbildungen der Haut. Aufgrund der vermehrten Anzahl an pigmentbildenden Zellen sind sie im Vergleich zur Haut deutlich dunkler. Bei Hunden sind sie zumeist bereits seit der Geburt oder seit der Entwicklungsphase vorhanden.

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Symptome

Muttermale sind meist leicht erhöht, bräunlich und enthalten des Öfteren längere Haare. Zudem ist auffällig, dass sich der Fleck kaum verändert und keine Beschwerden verursacht.

Das Problem ist, dass für Laien ein Muttermal auch schnell mit Hautkrebs verwechselt werden kann. Das gilt insbesondere für ein Melanom – also den schwarzen Hautkrebs.

Für ein geschultes Auge sind die Unterschiede jedoch in der Regel relativ leicht erkennbar. Hier eine Übersicht der häufigsten Symptome:

MuttermalHautkrebs
Meist verschiedene BrauntöneMeist schwarz
Enthält oft lange HaareZumeist keine Haare
Nahezu gleichbleibende GrößeWird stets größer
Existiert bereits seit JahrenBildet sich plötzlich
Keine EntzündungKann entzündet sein
Keine BegleitsymptomeSchmerzen und Juckreiz möglich
[2]

Hunde zwischen dem 5. und 11. Lebensjahr sind Statistiken zufolge am häufigsten betroffen. Auch die folgenden Rassen haben ein erhöhtes Risiko:

  • Zwergschnauzer
  • Dobermann
  • Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund
  • Chesapeake Bay Retriever
  • Airedale Terrier [3]

Zur Vorbeugung kann hier das Erstellen einer “Karte” helfen. Notiere darauf sämtliche Leberflecken deines Hundes und die entsprechende Größe.

Anschließend gilt es im 3-Monats-Zyklus alle Leberflecken anzuschauen und zu beurteilen, ob sie sich in der Form oder Farbe geändert haben.

Muttermale werden bei Hunden auch häufiger mit anderen Dingen verwechselt. Hier die typischen Verdächtigen:

  • Zecken: Bei einer prallgefüllten Zecke hat der Körper Ähnlichkeiten mit einem großen Leberfleck. Das gilt vor allem für Menschen mit einer Sehschwäche.
  • Warzen: Das Aussehen hängt hier primär von der Warzenart ab. In den meisten Fällen werden Warzen zudem durch direkten Hautkontakt übertragen. [4]

Muttermale bei Hunden sind meist daran erkennbar, dass sie eine bräunliche Farbe haben, vollkommen schmerzfrei sind und sich in ihrer Größe und Form kaum verändern. Zudem befinden sich häufiger lange Haare auf den Leberflecken und sie können auch erhöht sein.

Behandlung

Zunächst wird der Tierarzt hier eine Diagnose durchführen, um sicherzugehen, dass es sich auch wirklich um ein Muttermal handelt. Eine Sichtuntersuchung reicht dafür meist aus.

Sollte es sich um eine bösartige Wucherung im Anfangsstadium handeln, dann kann auch eine Biopsie nötig sein. Dabei entnimmt der Tierarzt etwas Gewebe, um es zu untersuchen.

Normale Muttermale benötigen keine Behandlung. Die Flecken können jedoch aus Schönheitsgründen herausgeschnitten, weggelasert oder eingefroren werden.

Hund

Handelt es sich stattdessen um Hautkrebs, dann wird dieser meist operativ entfernt. Je früher die Diagnose hier stattfindet, desto besser steht die Prognose des Hundes.

Sollte der Krebs allerdings bereits gestreut haben, dann kann auch eine Strahlen- und Chemotherapie notwendig sein. Die Heilungschancen sind hier individuell verschieden. [5]

Gewöhnliche Leberflecken bei Hunden gelten als harmlos und benötigen daher keine Behandlung. Bei bestehendem Hautkrebs wird dagegen zumeist versucht, das bösartige Gewebe operativ herauszuschneiden. Hier sollte bei Verdacht der Tierarzt aufgesucht werden.

Kevin

Hey, ich bin Kevin. Von Geburt an war ich mit einem schwarzen Labrador Retriever umgeben. Und mein liebster Schlafplatz als Kleinkind war das vorgewärmte Körbchen meines Hundes. Auf dieser Webseite teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung und Leidenschaft für Hunde.

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